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News

Wann kommen die öffentlichen Nachrangdarlehen?

Die Bautätigkeit ist 2024 deutlich gesunken, von rund 300.000 Wohnungen auf 251.000 Wohnungen. Noch deutlicher wird der Druck auf den Wohnungsmarkt aber beim Blick auf die Großstädte.

So die Mitteilung von Professor Michael Voigtländer (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) auf LinkedIn, s. hier. Hier die weiteren Ausführungen seines Posts:

Beispiel Berlin: Der Baubedarf – ausgehend vor allem von der demografischen Entwicklung – liegt bei über 31.000 Wohnungen, gebaut wurden aber nur etwas mehr als 15.000 Wohnungen. Noch schlimmer ist, die Zahl der genehmigten Wohnungen ist 2024 auf unter 10.000 Wohnungen gesunken.

Beispiel Köln: Der Baubedarf liegt bei über 7.000 Wohnungen, gebaut wurden 2024 weniger als 2.000 Wohnungen. In Köln sind zwar die Genehmigungen gegen den Trend auf über 2.500 Wohnungen gestiegen, aber die Differenz zum Bedarf bleibt riesig.

Dies ließe sich für viele Städte ergänzen. Der Druck auf den Wohnungsmarkt, gerade in den Ballungszentren, wird weiter zunehmen. Elementar ist es daher, die vorliegenden Baugenehmigungen schnell in die Umsetzung zu bringen, die versprochene EH55 Förderung, aber auch die Nachrangdarlehen für Selbstnutzer, sollten möglichst schnell kommen.

Der Meinung von Professor Michael Voigtländer können wir uns nur anschließen. Hoffentlich freuen wir uns bald über (insbesondere) die Nachrangdarlehen im Rahmen einer neuen und zielführenden Wohnungsförderung.

[Juni 2025]

Wärmepumpe – ein Zwang, der keiner ist

Unser Kooperationspartner Prohyp hat das o.g. Thema aufgegriffen und noch einmal einiges klargestellt:

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat mit ihrer Forderung, es müsse „Schluss sein mit dem Zwang zur Wärmepumpe“, Kritik ausgelöst – denn einen solchen Zwang gibt es im Gebäudeenergiegesetz (GEG) nicht. Künftig soll der CO₂-Ausstoß eines Gebäudes ganzheitlich betrachtet werden, wobei Reiche betont, dass auch fossile Energieträger weiter genutzt werden können. Laut §72 GEG dürfen Heizkessel, die vor 1991 eingebaut wurden, nicht mehr betrieben werden, es gibt allerdings eine Reihe von Ausnahmen. Katherina Reiche will die Lebensdauer verlängern. Der Expertenrat für Klimafragen warnt hingegen vor steigenden CO₂-Kosten für fossile Heizungen, die zur Preisfalle werden könnten. Wer so eine Heizung einbaut, sollte in jedem Fall gut durchrechnen, ob sich das auch in Zukunft noch lohnt. Denn gerade bei vermieteten Objekten könnte es teuer werden. Bei schlecht gedämmten Häusern mit einer besonders schlechten Energiebilanz entfallen bis zu 95 % der CO₂-Steuer auf Vermieterinnen und Vermieter.

Die Debatte bremst derzeit die Heizungsmodernisierung. Das erste Quartal 2025 war für die Hersteller von Heizungssystemen besonders schwach. Nach Einschätzung des Zentralverbands Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) wurde der starke politische Fokus auf die Wärmepumpe durchaus als ein indirekter Zwang wahrgenommen. Dies habe zu erheblichen Vorzieheffekten beim Austausch fossiler Heizungen geführt. Aktuell verfielen viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer eher in eine abwartende Haltung. Wie es mit der Förderung für Wärmepumpen weitergeht, dazu werde man sich „zu gegebener Zeit äußern”, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Dabei spielt die energetische Sanierung eine zentrale Rolle, einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2045 zu erreichen. Dafür müssten jährlich 1,7 % bis 1,9 % der Wohnimmobilien saniert werden – 2024 waren es laut BuVEG jedoch nur 0,69 %. Außerdem müssten bis 2030 fünf bis sechs Millionen Wärmepumpen eingebaut werden, derzeit sind es 1,7 Millionen. (Handelsblatt+, BDH, Deutsche Handwerkszeitung, Der Spiegel+)

[Mai 2025]

Auf dem Weg zu den 500…

ist der Meilenstein von 450 Top-Bewertungen erreicht 🎉🥳🙌.

Für ein so kleines Unternehmen wie klug-finanziert ist eine so hohe Kundenzufriedenheit ein wunderbareres Ergebnis. Insbesondere auf das große „Haifischbecken“ der Kreditvermittlung mit deutlich größeren Marktteilnehmern (Banken, Internetbroker etc. mit z.T. vielen hunderten Mitarbeitern und entsprechenden Fachabteilungen) 🏦🛜😆. 

Die Gesamtnote ist weiterhin „sehr gut“, der Schnitt von zuletzt 4,96/5 konnte sogar auf 4,97 verbessert werden (bei Google sind es nun 5,0 Sterne von 5,0) 🤗😉😀. 

Unverändert liegt die Empfehlungsquote bei 100% – und das von echten Baufinanzierungskunden… 😊🙃🔥. 

Fachkompetenz, Qualität, Kundenservice/ -nutzen, Individualität und Flexibilität haben also weiterhin einen hohen und besonderen Stellenwert bei Kunden – und klug-finanziert sowieso 🔎🕵️‍♂️👨‍🎓. 

Ein reiner Zinsvergleich ist viel zu häufig zu kurz gesprungen. Bei einem so wichtigen Thema, das für die meisten Menschen eine echte Lebensentscheidung ist, zählt viel mehr die Devise: Konzeption vor Kondition! 🤔💭💡. Oder anders: wer baut schon ohne fachkundige Beratung auf sandigem Boden… 📉🏚️😫. 

„Zinsjäger“ 🔫 und „Zeitdiebe“ 🥷sind nicht im Fokus 🙅‍♂️, sondern eine persönliche Betreuung 🤝.

Also wieder ein riesengroßes Dankeschön an alle Kunden, die das möglich gemacht haben 🙏🙏🙏. Und nun auf viele neue Interessenten, auch im Rahmen einer kostenfreien Vorab-Beratung, rund um das Thema Baufinanzierung, Ratenkredit (Modernisierung, Auto etc.), Bausparvertrag wie Kauf- und Finanzierungsbegleitung – und das „Ziel 500“ 📈🧗😉. 

Hier geht es auf direktem Weg zu den Bewertungen: https://www.provenexpert.com/klug-finanziert-de/ 👀

Zur Echtheit der Bewertungen siehe: https://klug-finanziert.de/impressum/ 👀

[Mai 2025]

Nachfrageverschiebung auf dem Immobilienmarkt

AssCompact berichtet über eine aktuelle Auswertung von Immoscout24, die zeigt, dass die angespannte Lage auf dem Mietmarkt das Interesse an einem Immobilienkauf steigen lässt. In den Metropolen legte die Nachfrage nach Eigentumswohnungen binnen eines Jahres um 12% zu und bewegt sich auf einem neuen Hoch.

Die anhaltend prekäre Situation auf dem Mietmarkt mit konstant hohem Nachfrageniveau führt dazu, dass sich immer mehr Menschen mit dem Immobilienerwerb befassen. Dies bestätigt eine Analyse der Kontaktanfragen auf dem Immobilienportal ImmoScout24. Demnach ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in den Metropolen innerhalb eines Jahres um 12% auf ein neues Hoch gestiegen. Trotz des starken Nachfrageschubs ist die Konkurrenz um Wohnraum auf dem Kaufmarkt deutlich geringer als bei der Mietsuche. Die Differenz wird aber geringer.

„Unsere Daten zeigen ganz klar: Der Nachfragedruck auf dem Mietmarkt ist ungebrochen hoch. Kein Wunder also, dass mehr und mehr Menschen zum Kauf tendieren – wir merken das täglich an den steigenden Anfragen auf unserem Portal“, erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Die Chancen, die richtige Immobilie zu finden, stehen beim Kauf deutlich besser. Wenn mehr Menschen in Deutschland in Eigentum ziehen, wird auch der Mietmarkt mittelfristig entlastet.“

Die Ungleichgewichte auf dem Mietmarkt haben eine deutliche Neubewertung des Immobilienkaufs zur Folge. Während im vierten Quartal 2023 in Berlin und Hamburg noch rund 59-mal mehr Anfragen auf eine Mietwohnung als auf eine Kaufwohnung kamen, hat sich dieser Faktor mehr als halbiert. Laut ImmoScout24 lässt sich daran die wachsende Attraktivität von Wohneigentum ablesen. Ein ähnliches Bild zeigt sich für Frankfurt am Main, wo die Mietnachfrage von der 29-fachen auf die 14-fache Kaufnachfrage gesunken ist. München weist mit einem Rückgang von 49 auf 16 die stärkste Veränderung auf.

Anders die Entwicklung in Leipzig und Düsseldorf: Hier steigt die Mietnachfrage stärker als die Kaufnachfrage. In Leipzig erhöhte sich das Verhältnis von Miet- zu Kaufanfragen von 17 im Jahr 2023 auf 20 im ersten Quartal 2025 – mit einem Höchststand von 29 im dritten Quartal 2024. In Düsseldorf kamen im Jahr 2023 auf eine Kaufnachfrage 24 Mietanfragen, nun sind es 27.

Als bemerkenswert bezeichnen die Experten von ImmoScout24 den Vergleich der Entwicklungen in Düsseldorf und Köln. Während in Düsseldorf seit 2023 die Konkurrenz bei der Mietsuche größer geworden ist, hat sie in Köln abgenommen – auch wenn sie inzwischen so groß ist wie in keiner anderen deutschen Metropole.

[Mai 2025]

GREIX-Index: Immobilienpreise spürbar gestiegen

AssCompact berichtet darüber, dass für das erste Quartal 2025 ein Update des German Real Estate Index (GREIX) vorliegt, einem Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, ECONtribute und dem IfW Kiel. Dabei werden die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten, ausgewertet.

Demnach sind die Preise für Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser in den ersten drei Monaten des Jahres den wirtschafts- und geldpolitischen Unsicherheiten zum Trotz gestiegen. Noch im letzten Quartal 2024 hatte sich die Preiserholung am Immobilienmarkt gegenüber dem Vorquartal abgeschwächt, wie AssCompact auch dazu seinerzeit aufgezeigt hat.

Die stärkste Preiszunahme ist bei Eigentumswohnungen zu beobachten, nachdem die Preise im Vorquartal noch stabil geblieben waren. Im Vergleich zum viertel Quartal 2024 wurden Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2025 um 1% teurer. Die Preise f¨ur Einfamilienhäuser stagnierten mit einem Plus von 0,1%, wobei der Preisanstieg in diesem Segment bereits im Vorquartal stärker ausgefallen war. Die Preise für Mehrfamilienhäuser erhöhten sich um 1,1%. Aufgrund der geringen Anzahl an Verkäufen ist die Aussagekraft den GREIX-Autoren zufolge in diesem Segment jedoch begrenzt. Inflationsbereinigt würden die Preisveränderungen nur minimal nach unten abweichen, weil die Teuerungsrate im ersten Quartal 2025 sehr niedrig war.

Gegenüber dem Vorjahresquartal (erstes Quartal 2025 und erstes Quartal 2024) zeigt sich, wie stark der Preiszuwachs ist – trotz gestiegener Bauzinsen und Rezessionsängsten. Die Preise für Eigentumswohnungen legten binnen eines Jahres um 3,2% zu, Einfamilienhäuser um 4,7% und Mehrfamilienhäuser um 8,7%. Im Jahresvergleich markieren die aktuellen Zahlen das größte Preiswachstum seit Mitte 2022.

Gegenüber dem Vorjahresquartal (erstes Quartal 2025 und erstes Quartal 2024) zeigt sich, wie stark der Preiszuwachs ist – trotz gestiegener Bauzinsen und Rezessionsängsten. Die Preise für Eigentumswohnungen legten binnen eines Jahres um 3,2% zu, Einfamilienhäuser um 4,7% und Mehrfamilienhäuser um 8,7%. Im Jahresvergleich markieren die aktuellen Zahlen das größte Preiswachstum seit Mitte 2022.

Die Daten des GREIX sind verfügbar unter greix.de

[Mai 2025]

Weniger Steuern zahlen dank Restnutzungsdauer-Gutachten

Die Firma Sprengnetter bietet dazu folgendes an:

„Steigern Sie Ihre Rendite und reduzieren Sie Ihre Steuerbelastung durch eine erhöhte Abschreibung Ihrer Immobilie mit einem Restnutzungsdauer Gutachten. In Deutschland werden über 90 % der vermieteten Immobilien standardmäßig über einen Zeitraum von 50 Jahren abgeschrieben. Unsere Gutachten zur verkürzten Nutzungsdauerermöglichen Ihnen eine Steuerersparnis durch eine erweiterte Abschreibung.

Das Ergebnis: Sie erzielen jedes Jahr eine höhere Rendite!“

Hier geht’s zu weiteren Informationen und dem Angebot: https://t1p.de/a8k1j.

Übrigens: ING-Kunden erhalten 15% Rabatt über einen gesonderten Link, der von uns auf Wunsch bereitgestellt werden kann.

[Mai 2025]

Banken vergeben weniger Ratenkredite

DER SPIEGEL berichtet: wer aktuell einen Ratenkredit benötigt, geht oft leer aus. Viele Banken schränken die Vergabe ein, weil die Wirtschaft schwächelt, ergab eine neue Analyse. Doch für Verbraucher gibt es auch einen Lichtblick.

Banken lehnen derzeit besonders viele Anfragen für Ratenkredite ab. Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox erhielten im März nur 47 Prozent der Kreditinteressierten über die Plattform ein Finanzierungsangebot. Damit scheiterte mehr als die Hälfte aller Anfragen, so viele wie nie zuvor seit Beginn der Messungen im Januar 2020.

Die restriktive Vergabepraxis ist das Ergebnis wirtschaftlicher Unsicherheit nach mehreren Krisenjahren: Pandemie, Ukrainekrieg, Inflation und eine schwächelnde Konjunktur zwingen Banken zu immer strengeren Prüfungen. 

»Ungewisse Zukunftsaussichten sind Gift für die Kreditverfügbarkeit«, sagt Oliver Maier, Verivox-Geschäftsführer für den Bereich Banking, »die Banken setzen immer strengere Maßstäbe an, um sich keine Kredite in die Bücher zu holen, die ihre Kunden am Ende möglicherweise nicht zurückzahlen können.«

Ein Lichtblick für die Verbraucher: Die Zinsen für Ratenkredite sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Im März lag der durchschnittliche Zinssatz bei 6,49 Prozent, ein Rückgang gegenüber der Hochzinsphase von Juli 2023 bis Januar 2024, als die Zinsen durchgehend über 7 Prozent lagen. Wer einen Kredit erhält, profitiert von niedrigeren Zinsen. 

Um die Chancen auf eine Zusage zu erhöhen, rät Verivox, Anfragen an mehrere Banken gleichzeitig zu stellen und nach Möglichkeit einen zweiten Kreditnehmer hinzuzuziehen. Dadurch sinkt das Risiko für die einzelne Bank, die Chance auf Genehmigung steigt.

[Mai 2025]

Anteil des Eigenkapitals beim Immobilienkauf steigt

AssCompact berichtet von einer Analyse des Kreditvermittlers Dr. Klein. Dieser hat neue Daten des Trendindikator Baufinanzierung (DTB) veröffentlicht, die aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen in Deutschland zeigen. Demnach ist die sogenannte Standardrate – also die beispielhaft für eine Kreditsumme von 300.000 Euro, 2% Tilgung, 80% Beleihungsauslauf sowie zehn Jahren Zinsbindung ermittelte Monatsrate – im März 2025 auf 1.420 Euro gestiegen. Auf diesem Niveau war sie zuletzt im August 2024. Zurückzuführen ist dies auf die Ankündigung des Sondervermögens, woraufhin es auch mit den Bauzinsen nach oben ging.

Im März kratzte die Darlehenssumme abermals an einer neuen Rekordmarke, wie es von Dr. Klein weiter heißt. Die Schwelle von 320.000 Euro knackt die Kreditsumme aber nicht. Darlehensnehmer haben sich im März 319.000 Euro bei einer Bank geliehen, um sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Das bedeutet ein Plus von 7.000 Euro gegenüber Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nehmen Immobilienkäufer sogar 20.000 Euro mehr Schulden für ihre eigenen vier Wände auf.

Im März ist der Beleihungsauslauf auf 85,57% gesunken und bewegt sich laut Dr. Klein somit erstmals seit Ende des Jahres 2023 unter der Marke von 86%. Der Rückgang um 1,21 Prozentpunkte gegenüber Februar (86,78%) stellt das größte Minus innerhalb eines Monats seit mehr als drei Jahren dar. Im Verlauf der vergangenen 14 Monate lag der fremdfinanzierte Anteil am Beleihungswert der Immobilie durchschnittlich bei knapp 87%. Darlehensnehmer haben somit im März anteilig mehr Eigenkapital für den Erwerb ihrer Immobilie aufgewendet.

Die durchschnittliche Zinsbindung lag im März bei zehn Jahren und etwas unter zehn Monaten. Im Februar waren es zehn Jahre und rund zehneinhalb Monate, im März 2024 elf Jahre und knapp zwei Monate. Der Tilgungssatz betrug im März 1,72% und war somit nur minimal niedriger als im Januar und Februar (1,73%). Im Vorjahresmonat lag er mit 1,78% etwas höher.

[April 2025]

Marktbericht 2025 der KSK-Immobilien Köln

Der Immobilienmarkt in der Region Köln/Bonn hat sich im vergangenen Jahr erholt. Ende 2024 fanden aufgrund der wiedergekehrten Nachfrage sogar wieder Preissteigerung in vielen Teilmärkten statt. Das zeigen die aktuellen Zahlen im Marktbericht 2025 der KSK-Immobilien, der dieses Jahr bereits zum vierzehnten Mal von der hauseigenen Research-Abteilung erstellt wurde. Hier die Zusammenfassung:

Die Preise für Immobilien zum Kauf haben sich in der Region Köln/Bonn von 2023 auf 2024 ziemlich stabil entwickelt. Während die Preise für Bestandswohnungen im Mittel leicht gestiegen sind (+1,7 Prozent), haben die Preise für Bestandseigenheime geringfügig um 1,4 Prozent nachgelassen. Hervorzuheben ist, dass die gestiegene Nachfrage am Immobilienmarkt in den letzten Monaten bereits Auswirkungen auf die Preisentwicklung hatte. So lag bei Bestandseigentumswohnungen im 4. Quartal 2024 erstmals wieder ein Preisanstieg vor. Im Eigenheimsegment ist schon seit Mitte 2024 wieder ein moderater Anstieg der Preise zu beobachten. Für viele Kaufwillige in der Region hat sich die Erschwinglichkeit beim Immobilienkauf aufgrund gestiegener Reallöhne und einem leichten Rückgang der Bauzinsen verbessert, was sich auf die Nachfrage auswirkt.

Wie im Marktbericht 2025 deutlich wird, verläuft die Preisentwicklung in den einzelnen Kreisen in der Region allerdings nicht gleichermaßen positiv. So sind zum Beispiel bei Bestandseigentumswohnungen im Rhein-Erft-Kreis noch keine Preissteigerungen auszumachen, während die Preise im Oberbergischen Kreis von 2023 auf 2024 deutlich um 6,6 Prozent angestiegen sind. Im Eigenheimsegment liegt in 2024 ein Anstieg im Rhein-Erft-Kreis um 2,5 Prozent vor, während in Köln (-3,3 Prozent) und im Rheinisch-Bergischen-Kreis (-5,5 Prozent) die Preiskorrekturen in 2024 noch kein Ende gefunden haben.

Unterschiedliche Entwicklungen sind nicht nur auf räumlicher Ebene, sondern auch zunehmend auf Objektebene festzustellen. So wird im Marktbericht 2025 der KSK-Immobilien deutlich, dass Eigenheime mit den sehr guten Energieeffizienzklassen A+, A und B von 2023 auf 2024 einen überdurchschnittlich starken Preisanstieg um rund 1,9 bis 2,5 Prozent verzeichnen konnten. Bei Eigenheimen mit der schlechtesten Energieeffizienzklasse H steht hingegen ein starker Preisrückgang um 5,7 Prozent.

Bei Neubauimmobilien hat im vergangenen Jahr eine deutliche Belebung stattgefunden. Erfolgreich sind vor allem Projekte mit guten Qualitäten und realistischen Preisforderungen. Sehr gut lassen sich aktuell vor allem Neubaueigenheime verkaufen. Der Durchschnittspreis in der Region ist hier auf etwa 575.000 Euro zurückgegangen. Bei Neubauwohnungen sind Preisrückgänge in den letzten Jahren ausgeblieben, auch hier konnte die KSK-Immobilien ihre Verkäufe zuletzt jedoch deutlich steigern.

Weiter stark steigende Preise sind am Mietmarkt zu beobachten. Die durchschnittlichen Neuvertrags-mieten für eine Bestandswohnung sind in der Region innerhalb eines Jahres um 4,6 Prozent angestiegen. Mit jeweils 5,1 Prozent sind die Mieten am stärksten im Rhein-Sieg-Kreis sowie im Rhein-Erft-Kreis angestiegen. Der Oberbergische Kreis besitzt mit 1,7 Prozent aktuell die geringste Preisdynamik. Ein Ende des Mietpreisanstiegs ist mit Blick auf die fundamentalen Rahmenbedingungen nicht ersichtlich. Der Bedarf nach Wohnraum bleibt hoch, gleichzeitig sorgt der starke Einbruch bei den Baufertigstellungen für eine weitere Verknappung des Angebotes.

Etliche weitere Auswertungen und Analysen zur aktuellen Angebots- sowie Nachfragesituation können dem Marktbericht 2025 entnommen werden, der kostenfrei zur Verfügung steht. Ihm können außerdem umfangreiche Preistabellen für alle Städte und Gemeinden im Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis sowie für Köln, Bonn und Leverkusen entnommen werden.

Den ganzen Bericht kann man hier lesen bzw. herunterladen.

[April 2024]

Studie sieht Benachteiligung bei Förderung von Wohneigentum

AssCompact berichtet über die Kritik der Landesbausparkassen auf Basis einer neuen Studie von empirica, dass die staatlichen Förderprogramme nicht beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen, weil sie von energetischen Mehrkosten aufgezehrt werden. Wohneigentum würde gegenüber dem Mietwohnungsbau diskriminiert.

Die für potenzielle Selbstnutzer gedachten KfW-Förderprogramme verfehlen weitgehend ihre Wirkung, da sie nicht beim eigentlichen Erwerb von Wohneigentum unterstützen, sondern lediglich einen Teil der Mehrkosten ausgleichen, die aus übergesetzlichen Energieeffizienz-Vorgaben an das Gebäude resultieren. Zu diesem Fazit kommt die empirica-Studie „Mieter oder Eigentümer – wer wird stärker gefördert?“ im Auftrag der Landesbausparkassen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass staatliche Hilfen aktuell im Wesentlichen dem Mietwohnungsbau zugutekommen würden. Die Landesbausparkassen sprechen von einer Diskriminierung der Selbstnutzer und fordern: Die nächste Bundesregierung müsse zu einer Wohnungsbauförderung zurückfinden, die potenziellen Wohneigentümern wieder eine faire Chance auf den Erwerb eigener vier Wände gebe.

Die Studienautoren bezeichnen die staatliche Förderung als „Scheinriesen“, da das Gesamtvolumen auf den ersten Blick zwar groß aussehe, bei näherer Betrachtung von Förderbarwerten aber auf „Erbsengröße“ schrumpfe.

Im Rahmen der Studie erfolgte eine Gegenüberstellung von bereinigten Barwerten der steuerlichen Förderung für Vermieter einerseits und der aktuellen Zinsvergünstigungen für unterschiedliche KfW-Förderkredite andererseits. Demnach werde eine neue Mietwohnung mit mindestens 18.000 Euro subventioniert, wohingegen der Staat den eigentlichen Erwerb von Wohneigentum zur Selbstnutzung allenfalls mit rund 100 Euro unterstützt. Die Studienautoren sprechen in diesem Zusammenhang von einer „gutwilligen Interpretation“ und ziehen den Vergleich mit dem Baukindergeld heran: Unter denselben Annahmen habe sich hier ein Förderbarwert auf Augenhöhe von rund 19.000 Euro ergeben.

„Angesichts der schwächelnden Wohneigentumsbildung sollte die künftige Bundesregierung hier dringend gegensteuern“, betont Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen und Auftraggeber der Studie. Als sinnvoll erachtet es Guthmann außerdem, die Grunderwerbsteuer zumindest für Ersterwerbende zu ermäßigen oder zu erlassen, besser noch für alle Käufe zur Selbstnutzung. „Kaum etwas hilft so effektiv über die Eigenkapitalhürde hinweg – und durch die sinkende Kreditbelastung zugleich auch über die Einkommenshürde“, so Guthmann.

Auch nach Ansicht von Studienautor Reiner Braun, Vorstandsvorsitzender des Berliner Forschungsinstituts empirica, sei es wohnungspolitisch geboten, die aktuelle Benachteiligung der Wohneigentumsbildung auszugleichen. „Fast jeder neue Eigentümer macht am Ende der Umzugskette eine günstigere Mietwohnung frei“, sagt Braun.

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse gibt es hier.

[März 2025]