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Treuhandgebühren auf der Kippe

Bislang verlangen noch einige Kreditinstitute im Rahmen einer Darlehensablösung durch ein fremdes Institut bei der Abtretung der Sicherheiten ein Entgelt. Gut und gerne sind dies EUR 100 und mehr. Denn in der Regel wird mit einer sogenannten Treuhandvereinbarung unter den Instituten das Procedere „Geld gegen Sicherheit“ abgewickelt und produziert dort natürlich einen gewissen Arbeitsaufwand. Das OLG Hamm hat, wie die Stiftung Warentest (Finanztest) in Ausgabe 03/2019 berichtet, nun nach der Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen die Kreissparkasse Steinfurt (nicht rechtskräftig!) aber entschieden, dass Banken ohnehin dazu verpflichtet sind, einen Wechsel zu einer neuen Bank zu ermöglichen. Damit dürfen nach Auffassung des OLG die Institute, da es keine Sonderleistungen sind, die hier erbracht werden, auch keine solchen Gebühren verlangen. Einem älteren Urteil zu diesem Thema (OLG Köln) wurde damit widersprochen und der Fall liegt nun aufgrund der eingelegten Revision beim Bundesgerichtshof. Wer Treuhandgebühren zahlen musste, sollte also das Urteil des BGH im Auge halten und bei Bestätigung des Urteils des OLG Hamm die Kosten daraufhin zurückfordern bzw. dies eventuell sogar schon heute anmahnen.

Rentner sind mit Wohneigentum zufrieden

Wie das Fachmagazin AssCompact im März 2019 berichtet, sind nach einer aktuellen Forsa-Umfrage für die Bausparkasse Schwäbisch Hall die meisten Immobilienbesitzer im Rentenalter zufrieden mit ihrer Entscheidung für Wohneigentum. Zwei Drittel der über 60-Jährigen in Deutschland wohnen in der eigenen Immobilie. Fast alle Wohneigentümer „60+“ würden sich wieder für die eigenen vier Wände entscheiden. Laut der repräsentativen Forsa-Umfrage geben 91% der Eigentümer an, mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden zu sein – und das unabhängig von Wohnort, Wohnform, Alter und Geschlecht. Die wenigen Eigentümer, die rückblickend lieber zur Miete gewohnt hätten, nennen als Hauptgründe gegen Wohneigentum „mehr Arbeit“ sowie „finanzielle Belastung“. Rund ein Drittel der befragten Altersgruppe wohnt zur Miete. Auch die Mieter sind mit ihrer Wohnsituation grundsätzlich zufrieden. Jeder Dritte von ihnen hätte jedoch lieber eine eigene Immobilie. Meistens waren es finanzielle Gründe, die vom Kauf oder Bau abgehalten haben (75%). Andere Gründe wie die Familie, zusätzliche Arbeit durch die Verpflichtung als Eigentümer oder fehlende Flexibilität wurden nur vereinzelt genannt. „Damals wie heute ist fehlendes Eigenkapital eine der größten Hürden auf dem Weg in die eigenen vier Wände“, stellt Schwäbisch Hall-Experte Sebastian Flaith fest. Der Aufwand lohne sich. Einem Rentnerhaushalt in der eigenen Immobilie stehen laut Schwäbisch Hall im Schnitt rund 600 Euro mehr im Monat zur Verfügung als einem Mieterhaushalt.

Übersicht aller bisher veröffentlichten News-Meldungen

 

Treuhandgebühren auf der Kippe

Rentner sind mit Wohneigentum zufrieden

Gerichte verbieten Bausparkassen weitere Kontoentgelte/Servicepauschalen

Boom bei Kaufimmobilien flaut ab

Kostenfreie Wertermittlung bei Vermietet.de

Vergleichsportale nicht immer verlässlich

Blackbox Schufa

Reform zum Wohngeld gefordert

Insolvenz der Verbraucherzentrale Bremen

Mieten in Deutschland steigen weiter

Bundesbank warnt vor überhöhten Preisen bei Immobilien

Ratenkredite

Baukindergeld für Familien mit mindestens einem Kind

Millionen droht die Miet-Falle im Alter

Bei der Anschlussfinanzierung ordentlich sparen

Fallstricke bei Immobilienerwerb von Unverheirateten

 

 

 

Gerichte verbieten Bausparkassen weitere Kontoentgelte/Servicepauschalen

Die Stiftung Warentest (Finanztest) berichtet in der Ausgabe 02/2019 von Urteilen gegen die Debeka und LBS Nord, die erhöhte Kontoentgelte bzw. Servicepauschalen berechnet hatten. Die Landgerichte Koblenz bzw. Hannover haben dies als unzulässig erklärt! Die Bausparkassen wollen in die Berufung und es könnte noch Jahre dauern, bis eine endgültige Entscheidung des Bundesgerichtshofs vorliegt. Doch sollten Betroffene unbedingt bei ihrer Bausparkasse eine Erstattung bzw. eine schriftliche Verzichtserklärung auf die „Einrede der Verjährung“ bis zur höchstrichterlichen Entscheidung fordern.

[Januar 2019]

Boom bei Kaufimmobilien flaut ab

Das Fachmagazin AssCompact berichtete am 23.01.2019 über den Immobilien-Konjunktur-Index (IKI) Jahresberichts 2018 von Immowelt.de. Eines der Kernergebnisse: obwohl die Zinsen niedrig bleiben und die Immobilienpreise weiter steigen, flacht der Boom bei Kaufimmobilien allmählich ab. Die befragten Immobilienmakler rechnen demnach mit geringerem Interesse an Kaufimmobilien. Für die Zukunft erwarten Immobilienprofis folglich, dass sich die Preise in naher Zukunft nicht mehr so rasant erhöhen wie in den Vorjahren. Der Immobilienboom wäre damit zwar noch nicht vorbei, schwächt sich aber ab. Darüber hinaus zeigen sich viele Immobilienmakler skeptisch, ob die von den Verkäufern geforderten Preise von den Käufern zukünftig noch wie bisher meist klaglos angenommen werden. Sie müssen sich somit künftig wohl auf längere Abschlusszeiten und härtere Preisverhandlungen einstellen. Ein guter Aspekt für alle Kaufinteressenten.

[Januar 2019]

Kostenfreie Wertermittlung bei Vermietet.de

Was ist eine Immobilie wert? Das fragen sich viele Eigentümer, egal, ob sie die Immobilie veräußern oder lediglich die Rendite ihrer Kapitalanlage berechnen möchten. Dank der Immobilienbewertungsfunktion von Vermietet.de können Eigentümer den Immobilienwert einfach online, kostenlos und sofort berechnen lassen. In Zusammenarbeit mit der Firma Sprengnetter, die u.a. auch für viele Banken tätig ist, kann hier jeder einen realistischen Wert ermitteln. Weitere Informationen unter: www.vermietet.de. Eine kostenfreie Registrierung ist notwendig. Ferner finden sich auf der Seite von Vermietet.de viele weitere interessante Themen rund um die Immobilie.

[Januar 2019]

Vergleichsportale nicht immer verlässlich

Das Bundeskartellamt ist bei Internet-Vergleichsportalen in vielen Fällen auf Mängel gestoßen. Eine Untersuchung zahlreicher Vergleichsportale aus den Bereichen Reisen, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen habe den Verdacht auf Verbraucherrechtsverstöße in einigen Punkten erhärtet, teilte die Behörde in Bonn mit.

Das Kartellamt hatte 36 Vergleichsportale genauer unter die Lupe genommen. „Viele Vergleichsinformationen sind zutreffend und seriös“, sagte Kartellamtspräsident Mundt. In vielen Fällen gibt es dem Bericht zufolge aber auch Verhaltensweisen, die den Verbraucher in die Irre führen können. So hätten beispielsweise von den Anbietern gezahlte Entgelte oder Provisionen Einfluss auf die vom Portal voreingestellte Darstellung der Suchergebnisse.

[Januar 2019]

Blackbox Schufa

SPIEGEL Data und BR Data (siehe auch www.spiegel.de) haben im Rahmen einer sehr interessanten Auswertung von 2000 Datensätzen festgestellt: viele Menschen werden unverschuldet von der Schufa zum Risiko erklärt.
Bleiben Sie also wachsam, wenn es um Ihre Kreditwürdigkeit geht und kontrollieren Sie die Schufa-Daten regelmäßig.
Eine Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO, können Sie einmal jährlich ohne Kosten unter www.meineSCHUFA.de bestellen.

[Januar 2019]

Reform zum Wohngeld gefordert

Die Voraussetzungen für den Antrag auf Wohngeld sollen 2020 geändert werden.  Auf Wohngeld haben im Übrigen nicht nur  Mieter, sondern auch Wohneigentümer (als Lastenzuschuss für selbstgenutztes Wohneigentum) Anspruch.

Viele Verbände (u.a. DGB, vzbv) fordern eine grundlegende Neuordnung. Es sollen mehr die realen Verhältnisse der Betroffenen widerspiegelt werden als bislang.

Dabei sollen eine Dynamisierung der Miethöchstbeträge, der Einkommensgrenzen und der Wohngeldleistungen helfen. Auch ein Freibetrag für Erwerbstätige und vieles mehr wird gefordert.

Hintergrund der Reformforderung ist, dass trotz steigender Bestands- und Neubaumieten die Zahl der Wohngeldempfänger von fast 800.000 im Jahr 2016 auf rund 550.000 im Jahr 2018 gefallen ist.

[März 2019]

Insolvenz der Verbraucherzentrale Bremen

Der Verbraucherzentrale in Bremen droht die Insolvenz, weil sie zu wenig für die Altersvorsorge Ihrer Mitarbeiter zurückgelegt hat. Dies ist insbesondere deshalb brisant, da es gerade die Verbraucherschützer aus Bremen waren, die die Finanzwirtschaft regelmäßig ins Kreuzfeuer genommen hat.

Dabei müssen Mitarbeiter der Verbraucherzentralen, anders als im freien Markt tätige Personen, keine Sachkunde nachweisen, um Beratungen vorzunehmen. Dabei ist sonst beim Verbraucherschutz ist Deutschland, der an sich zu begrüßen und sinnvoll ist, zum Teil weit über das Ziel hinausgeschossen.

Vor lauter Dokumentation und sonstiger Regulierung bleibt in der Finanzberatung heute eigentlich viel zu wenig Zeit, für die wichtige und individuelle Beratung.  Verbände der Finanzwirtschaft fordern aus diesem Anlass, dass alle Seiten nunmehr sachlich darüber diskutieren sollten, was Verbraucher wirklich schützt und was nicht. Alle Regulierungen der Finanzberatung sollten nochmals auf den Prüfstand.

[März 2019]