Das Handelsblatt berichtet am 05.03.2019 über Bauspardarlehen, warnt aber gleichzeitig vor undurchsichtigen Angeboten! Ein Bausparvertrag ist ein Weg zur Absicherung der Zinsen für die Zukunft. Dies scheint zunächst verlockend, doch bei diesem vermeintlich simplen Produkt, spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass sich nur schwer sagen lässt, unter welchen Umständen sich ein Bausparvertrag tatsächlich rentiert, für wen er sich eignet und welches Angebot passt. „Die vielen Einflussfaktoren machen Bausparverträge zum Lotteriespiel“, kritisiert ein befragter Fachmann. Und die Experten sagen: damit sich Bausparen lohne, sollten die Zinsen in zehn Jahren rund doppelt so hoch liegen wie heute! Darüber hinaus variieren die Konditionen der Bausparkassen stark. Die Auswertung für das Handelsblatt hat dabei aufgezeigt, was für ein komplexes Unterfangen die Suche nach einem guten Bausparvertrag ist. Am Ende standen die Angebot des BHW und der Deutsche Bank Bauspar (beide gehören zur Deutsche-Bank-Gruppe) vorn. Dies kann sich aber auch bald wieder ändern, je nach neuen Tarifen. Und: Verbraucherschützer warnen immer wieder vor komplizierten Bausparmodellen. Kompliziert sind Bausparverträge aber eigentlich immer. Interessenten müssen nicht nur die Höhe der Darlehens- und der Ansparzinsen beachten, sondern auch Faktoren wie die Höhe der Mindestansparung. Der aber allergrößte Haken: die Darlehensphase beginnt nicht – wie viele denken – automatisch mit Erreichen der Mindestansparung. Die Zuteilung hängt vielmehr von der sogenannten Bewertungszahl ab, die auf einem komplizierten mathematischen Prozess beruht. Wann genau ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, lässt sich deshalb schwer vorhersagen und darf auch nicht garantiert werden. Für die, die sich allen Faktoren des Bausparens intensiv auseinandersetzen führen all diese Unsicherheit meist dazu, doch lieber bei einer Bank ein klassisches Immobiliendarlehen aufzunehmen.

[April 2019]