fbpx Zum Hauptinhalt springen

News

Ratenkreditangebote

Wir möchten an dieser Stelle gern einmal daran erinnern, dass wir auch Ratenkreditangebote vergleichen und vermitteln können. Dazu stehen uns moderne Vergleichssysteme, wie sie auch an anderer Stelle umworben werden, zur Verfügung. Natürlich in der Beratungsqualität, wie dies von uns erwartet werden darf.

Die Anbieterseite geht von ING über Postbank, DKB, DSL, Norisbank, Targo, Santander oder Bank of Scotland und weiteren Banken. Und es sind bis zu 120 Monate Laufzeit möglich, so dass niedrige Raten möglich sind, wenngleich die besseren Konditionen bei eher max. 96 Monaten Laufzeit zu finden sind.

Wenn Sie also Bedarf haben, um z.B. zu Modernisieren, ein Auto oder Möbel zu kaufen, laufende Darlehen umzufinanzieren oder ähnlich, fragen Sie uns gern an.

[Juli 2022]

aktuelle Zinslage (Juli 2022)

Der aktuelle Interhyp-Zinsbericht der Interhyp-Gruppe, mit der wir über deren Tochter Prohyp zusammenarbeiten, hat sich wieder mit Zinsprognosen, u.a. mit Stimmen von einigen Finanzierungsinstituten, beschäftigt. Die Informationen geben wir gerne an dieser Stelle weiter, da sie einen guten Überblick über den Kapitalmarkt und sein Umfeld geben.

Zins- und Marktumfeld:

Wirtschaft und Kapitalmärkte werden derzeit vom Ukrainekrieg und seinen direkten und indirekten Auswirkungen beeinflusst. Vor allem die hohe Inflation, unter anderem ausgelöst durch Materialknappheit und Lieferengpässe sowie die jahrelange Geldpolitik, macht Konsumentinnen und Konsumenten wie auch der Wirtschaft zu schaffen. Sie liegt in den 19 Ländern des Euro-Währungsraums bei 8,60%. In den USA ist sie im Mai auf 8,60% gestiegen, so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. In Deutschland verringerte sich die Geldentwertung zwar zuletzt leicht auf 7,60%. Von einer Entwarnung kann angesichts einer angestrebten Teuerungsrate von rund 2,00% aber noch lange keine Rede sein.

Die Notenbanken stehen weltweit vor der Mammutaufgabe, die Inflation zu zäumen – ohne dass die Wirtschaft in eine Rezession abdriftet. Die Europäische Zentralbank EZB will bei der nächsten regulären Sitzung die Leitzinsen erstmals seit elf Jahren erhöhen, zunächst um 0,25%-Punkte. Für September hat sie einen weiteren Zinsschritt vorgesehen. Seit 1. Juli tätigt die EZB zudem keine milliardenschweren Netto-Anleihenkäufe mehr.

Die amerikanische Notenbank Fed ist weiterhin einige Zinsschritte voraus. Zur Bekämpfung der Rekordinflation hat sie den Leitzins bereits Mitte Juni deutlich um 0,75%-Punkte erhöht – der größte Schritt seit 1994. Damit liegt die Spanne derzeit bei 1,50% bis 1,75 %.

Nachdem die Notenbanken angesichts diverser Krisen die Märkte über zwei Jahrzehnte hinweg massiv mit Geld geflutet haben, stellt die neue Ära steigender Zinsen die Weltwirtschaft und viele Länder auf eine harte Probe. Die Konjunktur scheint plötzlich erstmals wieder auf sich gestellt und den Regeln und Mechanismen der Marktwirtschaft unterwerfen zu müssen. Die Begleiterscheinungen dieser Realitätskur fallen bisher unterschiedlich aus.

Allerdings haben die Märkte die Zinserwartungen mittlerweile größtenteils eingepreist und momentan wachsen die Sorgen vor einer Rezession. Das hat die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen bereits gedrückt – und an diesen orientieren sich die Bauzinsen.

Ob in den nächsten Monaten die positiven oder negativen Tendenzen überwiegen, wird den Verlauf der Bauzinsen bestimmen. Die meisten Expertinnen und Experten erwarten, dass sich der steigende Trend aufgrund der Inflationserwartungen durchsetzen wird – dass die Konjunktursorgen aber dem allzu großen Anstieg entgegenwirken werden.

Das sagen die Experten:

In den kommenden Wochen erwarten die Expertinnen und Experten mehrheitlich gleichbleibende Zinsen, aber bis zum Jahresende und Mitte kommenden Jahres steigende Zinsen.

Allianz: „Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession schlittert. Dies drückt auf die Zinsen. Andererseits beeinflusst die Inflation die mittelfristige Entwicklung an den Kapitalmärkten, was steigende Zinsen zur Folge haben sollte. Aus diesem Grund scheint ein leichter Zinsanstieg, der den Inflationsanstieg bei weitem nicht ausgleicht, sehr wahrscheinlich.“

Commerzbank: „Der starke zwischenzeitliche Renditerückgang wegen zunehmender Konjunktursorgen hat gezeigt, dass die Marktteilnehmer zwar an Zinserhöhungen der EZB glauben, aber die Höhe der Zinsschritte keineswegs unumstritten ist. Das Spannungsfeld zwischen weniger Wachstum und mehr Inflation stellt eine Herausforderung für die Notenbanken dar. Je stärker sich der konjunkturelle Ausblick eintrübt, desto mehr könnte die EZB von Zinserhöhungen absehen. Wir gehen davon aus, dass die Inflationsraten noch längere Zeit hoch bleiben werden und der Markt erst noch davon überzeugt werden muss, dass die EZB wirklich primär gegen den hohen Inflationsdruck vorgeht. Bis dahin könnte die Renditekurve noch etwas steiler werden. Es scheint für uns wahrscheinlich, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen die 2%-Marke testen wird. Wir rechnen damit, dass die Renditekurve der Bundesanleihen im Herbst nach der größeren Zinserhöhung im September flacher wird. In den USA könnte, wenn sich eine Rezession klarer abzeichnet, die Renditekurve invers werden.“

Deutsche Bank: „Infolge wachsender Rezessionssorgen sind die Kapitalmarktzinsen zuletzt etwas gesunken. Das könnte für eine Pause beim Aufwärtstrend der Hypothekenzinsen sorgen. Mittelfristig sollte der geldpolitische Straffungskurs der EZB aber zu höheren Renditen im Euroraum führen, was auch die Bauzinsen weiter nach oben treiben dürfte.“

DKB Deutsche Kreditbank: „Für eine Zentralbank ungewöhnlich, hat sich die EZB in der Sitzung am 9. Juni bereits auf eine Zinserhöhung um 0,25% für die Sitzung am 21. Juli festgelegt. Weniger überraschend war die Ankündigung von einer weiteren Zinserhöhung im September. Der Kapitalmarkt wird weiterhin sehr abhängig von der aktuellen Datenlage und den geopolitischen Gegebenheiten sein. Dies führt wahrscheinlich auch die nächsten Wochen zu einer sehr volatilen Seitwärtsbewegung, je nachdem ob mehr die Inflation oder die Rezessionsangst im Fokus steht.“

HypoVereinsbank:  „Inflationssorgen und Zinsanhebungserwartungen drücken die Renditen nach oben, Rezessionsängste drücken sie nach unten. In der zweiten Juni-Hälfte dominierten Rezessionsängste, wodurch das Renditeniveau von seinen vorherigen Hochs etwas zurückkehrte. Im dritten Quartal dürften die Inflationssorgen insgesamt noch die Oberhand behalten, weshalb wir vorübergehend wieder mit ansteigenden Renditen rechnen.“

ING Deutschland: „Mit der gestiegenen Rezessionsgefahr nimmt die Wahrscheinlichkeit stark ab, dass die EZB mehr als eine geldpolitische Normalisierung durchziehen kann. Normalisierung heißt eine Erhöhung des Leitzinses um ca. 100 Basispunkte vor Jahresende. Da das deutlich weniger ist, als der Markt vor kurzem noch erwartet hatte, werden sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen eher stabilisieren oder wieder nach unten bewegen als noch weiter zu steigen.“

Münchner Hyp: „Der Rentenmarkt hat den bevorstehenden Straffungszyklus der EZB bereits vorweggenommen und es gab kräftige Zinssteigerungen für längere Darlehenslaufzeiten. Vor allem die hohen Inflationsraten lösten diesen starken Zinsanstieg aus. Diese dürften in der 2. Jahreshälfte leicht rückläufig sein und zusammen mit schwächeren Konjunkturdaten für eine leichte Trendumkehr bei den Renditen sorgen.“

PSD Bank RheinNeckarSaar: „Wir gehen von weiter steigenden Kapitalmarktzinsen aus, weil sich die Inflation nicht wesentlich zurückbilden, sondern eher noch weiter ansteigen wird. Die Erzeugerpreise (zuletzt über 30%) könnten, aufgrund des Umwälzungspotentials, ein Vorbote dafür sein. Möglicherweise duldet die Notenbank höhere Inflationszahlen und reagiert weniger restriktiv als eigentlich notwendig, um nicht die Zahlungsfähigkeit der Staatshaushalte, insbesondere im Süden, zu bedrohen. Dennoch sehen wir eher die Bewegung nach oben als nach unten.“

PSD Bank Rhein-Ruhr: „Aufgrund der Vielzahl der einwirkenden (Sonder-)faktoren (Ukraine-Krieg, Pandemie, Energiewandel, Inflation…) fällt es schwer, eine gesicherte Prognose abzugeben. Gleichwohl deutet alles darauf hin, dass die Zeit der Nullzinspolitik und des daraus resultierenden „billigen Geldes“ vorbei ist. Es ist eher mit noch weiter steigenden denn mit wieder zurückgehenden Zinsen zu rechnen. Dies wird auch durch Signale von Fed und EZB gestützt.“

Santander: „Infolge sich verstärkender Rezessionssorgen haben die Renditen von Anleihen zum Teil deutlich korrigiert. Dabei wurden vor allem sehr starke Anhebungen der Leitzinsen durch führende Notenbanken zum Teil wieder ausgepreist. Wegen der hohen und tendenziell noch steigenden Inflation dürften die Notenbanken aber ihren geldpolitischen Straffungskurs vorerst beibehalten. Daher dürften die Kapitalmarktzinsen in den kommenden Wochen wieder steigen.“

Sparkasse Hannover: Auf der einen Seite zwingt die anhaltend hohe Inflationsdynamik die EZB zu schnelleren und größeren Zinsschritten, auf der anderen Seite begrenzt die zunehmende Belastung der Konjunktur den Anstieg langfristiger Zinsen. Die Gefahr einer Rezession hat sich durch den drohenden Stopp von Erdgaszufuhren aus Russland dabei nochmals erhöht. Auch wenn dieses Szenario vermieden werden kann, dürften die Kreditzinsen bis Ende des Jahres nur noch leicht steigen.“

[Juli 2022]

Die Zinswende ist da – EZB erhöht die Leitzinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) beendet die Anleihekäufe und will im Juli die Leitzinsen um 0,25%-Punkte anheben.

Dies wurde gestern (09.06.2022) auf der Notenbanksitzung beschlossen. Im September soll zudem ein weiterer Zinsschritt erfolgen. Wenn die Inflation weiter wie bisher voranschreitet, vielleicht sogar weitergehend als im Juli.

In den USA und Großbritannien wurden vor Monaten schon die Zinsen deutlich erhöht und Kritiker mahnen, dass die EZB zu zögerlich agiert. Für EZB-Präsidentin Lagarde ist aber eine direkte Auswirkung auf die Inflation zunächst nicht zu erwarten. Sie sagte: „Es ist kein Schritt, es ist eine Reise.“

Die Baufinanzierungszinsen sind schon seit Ende 2022 im Steigflug, wobei davon auszugehen ist, dass dieser nun ein wenig abflacht.

[Juni 2022]

Zensus 2022

Millionen von Menschen bekommen derzeit Post zum Zensus 2022. Bei der „Gebäude- und Wohnungszählung“ werden Daten zur Wohnungssituation, der Eigentümerquote oder zum Leerstand erhoben.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Teilnahme verpflichtend ist.

In dem Online-Fragebogen geht es um Angaben zur Immobilie wie Baujahr, Heizung, Wohnfläche oder Nettokaltmiete. Die „kleine Volkszählung“ gibt hoffentlich mehr Klarheit, wie es um die Wohnsituation steht.

Es bleibt spannend welche Rückschlüsse die Politik daraus zieht.

[Juni 2022]

immowelt sieht ein mögliches Ende des Immobilienbooms bei Bestandswohnungen

Das Fachmagazin AssCompact berichtet darüber, dass das Portal immowelt nach einer Schätzung davon ausgeht, dass in 10 von 14 Großstädten die Preise bis Ende des Jahres 2022 auf dem aktuellen Niveau verharren oder vielleicht ein wenig nach unten gehen.

Als Grund sieht immowelt hier die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, steigende Zinsen für Immobilienkredite und die relativ hohe Inflation.

Insbesondere wird der Preisrückgang wohl alte und nicht modernisierte Wohnungen treffen. Denn die höheren Zinsen und steigenden Kosten für Modernisierungen, auch aufgrund fehlender Handwerkskräfte, lassen die Nachfrage sinken.

In Frankfurt/Main wurde mit 5% der höchste Einbruch errechnet. Auch wird es wohl Berlin mit 3% und Leipzig mit 5% treffen. Leichte Entspannung bei den Preisen sieht immowelt zudem in Nürnberg, Stuttgart und Dortmund.

Im Gegensatz zu den vorgenannten Metropolen wird wird für München mit 1% , Hamburg mit 2% und Hannover mit sogar 3% noch ein Anstieg erwartet, bis die Spitze erklommen ist und eine Stagnation eintreten könnte.

Grundlage der Schätzung sind die im April 2022 angebotenen Kaufpreise (es sind also keine gezahlten Kaufpreise, sondern Angebotspreise) von bestehenden 3-Zimmer-Wohnungen im 1. Stock mit 75qm Fläche in Städten ab 500.000 Einwohner, welche in den 1990er-Jahren fertigstellt wurden. Zudem wurden neben der langjährigen Preisentwicklung auch der Verbraucherpreisindex und die Baufinanzierungszinsen mit einbezogen. Dabei wurde unterstellt, dass im Dezember die Bauzinsen für 10 Jahre Zinsbindung bei 3,50% liegen könnten und der Verbraucherpreisindex auf 121 Punkte erhöht ist.

[Juni 2022]

Das Ende der extrem günstigen Bauzinsen

Wie u.a. das Fachmagazin AssCompact berichtet, hat die US-Notenbank den Leitzins zur Bekämpfung der Inflation im 0,50%-Punkte auf eine Spanne von 0,75% bis 1,00% erhöht. Die ist seit über 20 Jahren die stärkste Anhebung und die zweite in kürzester Zeit, denn erst im März hatte die US-Notenbank den Leitzins um 0,25%-Punkte angehoben.

Die Europäische Zentralbank (kurz EZB) hat bislang noch gezögert mit einer Zinswende. Doch nun könnte dieser Wechsel schneller kommen als gedacht. Denn EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte gegenüber dem Handelsblatt erklärt: „Jetzt reicht es nicht mehr zu reden, wir müssen handeln.“ Und Schnabel weiter: „Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juli für möglich.“

Laut Interhyp dürfte ein Zinsschritt der EZB das vorläufige Ende extrem günstiger Immobilienkredite besiegeln. „Eine Hauptursache der Zinswende bleibt die Inflation, die unter anderem durch corona- und kriegsbedingte Produktions- und Lieferengpässe sowie Rohstoffknappheit angeheizt wird“, erklärt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft bei der Interhyp AG, im aktuellen Zinsbericht des Unternehmens.

Im April sind Immobilienkredite nochmals um rund 0,50%-Punkte teurer geworden. Damit haben sich die Zinsen gegenüber Anfang des Jahres verdoppelt. Immobilienkäufer bekommen dies bei der höheren monatlichen Kreditrate deutlich zu spüren.

Die Mehrheit der im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer befragten Experten geht kurzfristig von eher gleichbleibenden bis leicht steigenden Konditionen in den kommenden Wochen aus. Bis Jahresende sieht die Mehrheit hingegen ein noch höheres Zinsniveau und hält Zinsen von 3,00% für 10jährige Zinsbindungen für wahrscheinlich.

„Die Märkte stehen weiterhin unter dem massiven Einfluss des Ukraine-Krieges und der Corona-Pandemie. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sorgt für Lieferengpässe, höhere Rohstoffpreise und allgemeine Unsicherheit“, so Mohr. In der Folge setze die historisch hohe Inflation von mehr als 7,00% in der Eurozone und über 8,00% in den USA die Notenbanken unter Druck, die lockere Geldpolitik trotz konjunktureller Risiken zu straffen.

„So wichtig die Zinsschritte der Notenbanken für die Währungsstabilität und für Sparer sind, so schmerzhaft trifft der rasante Anstieg alle Mieterinnen und Mieter, die Wohneigentum erwerben wollen“, betont die Interhyp-Vorständin. Auch Eigentümer mit laufenden Finanzierungen, die kurz vor einer Anschlussfinanzierung stehen, würden die Verdoppelung der Kreditkonditionen innerhalb weniger Wochen zu spüren bekommen.

Wer in ein bis fünf Jahren seine Anschlussfinanzierung regeln müsse, weil die Zinsbindung endet, sollte jetzt die Konditionen prüfen, so die Empfehlung von Interhyp. Kaufinteressenten rät der Baufinanzierungsvermittler zu wohlüberlegtem Handeln. Sie sollten mit Rechnern oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs prüfen, welche Auswirkungen das aktuelle Zinsniveau für sie konkret habe. Wichtig sei bei konkretem Interesse eine gute Vorbereitung der Unterlagen für die Finanzierung. Denn derzeit könnten sie innerhalb weniger Tage durchaus unterschiedliche Monatsraten für die gleiche Darlehenssumme von Darlehensgebern angeboten bekommen.

[Mai 2022]

In 75% der Neubauten sind Mängel vorhanden

Wie Haus & Grund RHEINLANDWESTFALEN berichtet, zeigt eine Studie, dass Neubauten ohne Mängel eher selten sind.

Rund drei Viertel aller privaten Neubauten zeigen innerhalb der Gewährleistungszeit Mängel. Dabei sind 40 Prozent der neuen Häuser von Fehlern an der Konstruktion betroffen, 38 Prozent der Bauten haben Probleme an der technischen Gebäudeausrüstung. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie, die das Institut für Bauforschung (IfB) für den Bauherren-Schutzbund angefertigt hat.

Am anfälligsten für Baufehler ist demnach die Fassade. Auf sie entfallen 28 Prozent der gefundenen Baumängel. Mit je einem Viertel (26 Prozent) der festgestellten Fehler sind allerdings auch Fenster und Türen, Heizungen und  Innenwände häufig von einem Baumangel betroffen. Wand- und Bodenbelag sind bei 16 Prozent der untersuchten Neubauten als fehlerhaft aufgefallen. Innenputz und Estrich machten in 15 Prozent der neuen Häuser Probleme.

Die wenigsten Fehler passieren den Dachdeckern: Dächer sind nur bei gut 10 Prozent der Neubauten fehlerhaft. Die Mängel treten in unterschiedlicher Form zu Tage. In jedem zweiten Fall (50,6 Prozent) geht es dabei jedoch um  Rissbildungen. Mit 32 Prozent sind auch Feuchtigkeitsschäden sehr häufig. In knapp 29 Prozent der Fälle löste sich Material ab, etwa Farbe oder Putz. Bei 12,6 Prozent der Neubauten gab es Fehler an der Heizung oder der Elektroinstallation.

Unzureichender Schallschutz war in knapp 7 Prozent der Fälle die Folge des Mangels. Die Behebung der Baumängel  kann teuer werden, muss es aber nicht. In jedem fünften Fall (20 Prozent) liegen die Reparaturkosten unter 500 Euro. In jedem vierten Fall (25 Prozent) kommen allerdings mehr als 10.000 Euro zusammen. Erfreulich immerhin: Laut der Studie können 77 Prozent der Beanstandungen direkt mit dem Auftragnehmer geregelt werden. Nur 14 Prozent der Baumängel landen vor Gericht.

Wichtig zu wissen ist für Bauherren, dass ein Baumangel nicht selten bei der Abnahme unbemerkt bleibt. Er äußert sich häufig erst später, etwa weil die Baufeuchte abklingt oder Probleme mit der Heizung sich erst äußern, wenn der Winter Einzug gehalten hat. Bei technischen Anlagen fallen Defekte nur auf, wenn die Anlagen auch genutzt werden. Risse bilden sich meist auch nicht von heute auf morgen und so manche Leckage fällt erst im Laufe der Zeit auf. Eine kleine Undichtigkeit im Dach äußert sich vielleicht auch erst beim ersten großen Gewittersturm.

Wer in einen Neubau gezogen ist, sollte sein Haus also aufmerksam beobachten. Ein frühzeitig entdeckter Mangel ist oft noch klein und preiswert zu beheben, ein größerer Schaden wird erst mit der Zeit daraus. Die Gewährleistungsfrist  beträgt nach dem BGB 5 Jahre. Bauherren sollten derweil Wartungs- und Prüfintervalle einhalten. Im Zweifelsfall müssen sie nämlich belegen können, dass sie den Mangel nicht selbst verursacht haben. Bei der regelmäßigen Begutachtung des Hauses hilft der Haus-Begehungs-Kalender von Haus & Grund Rheinland Westfalen.

Wer sich für den Fall von Bauproblemen rechtlich absichern will, kann zudem auf die kostenlosen Bauverträge  zurückgreifen, die vom Zentralverband Haus & Grund Deutschland gemeinsam mit dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erstellt wurden. Sie können hier heruntergeladen werden. Es gibt zwei unterschiedliche Vertragswerke: Eines dient zur Beauftragung eines komplett schlüsselfertigen Hauses bei einem Generalunternehmer, das Andere kann dazu benutzt werden, Einzelgewerke separat zu beauftragen.

[Mai 2022]

Postbank Wohnatlas 2022

Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende, mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter verschiedenen Aspekten regional bis auf Kreisebene beleuchtet. Die Postbank hat diesen Ende März mit der folgenden Medieninformation veröffentlich. Für die Preisanalyse, die den ersten Studienteil des aktuellen Wohnatlas darstellt, wurde unter der Leitung von Diplom-Volkswirtin Dörte Nitt-Drießelmann, Senior Researcherin beim Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), die Immobilienpreisentwicklung in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht. Hier die zusammengefassten Ergebnisse:

Im zweiten Corona-Jahr 2021 sind die Preise für Wohn­eigentum in Deutsch­land weiter gestiegen – und dies mit noch deutlich höherem Tempo als in den Vorjahren. In 98 Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte verteuerten sich Eigen­tums­wohnungen im Bestand. Im Durch­schnitt über alle Regionen hinweg lag der Preis­anstieg gegenüber 2020 inflations­bereinigt bei 14,2 Prozent, er be­schleunig­te sich damit deutlich. 2020 hatte das Plus noch 9,6 Prozent betragen, im Jahr davor 9,3 Prozent. Dabei kletterten die Preise nicht allein in den Metro­polen und, teils noch stärker, in ihrem Umland. Der Trend erfasste auch zuvor eher un­beachtete Städte im ost- und mittel­deutschen Raum – etwa Chem­nitz oder Salz­gitter. Dies sind Ergeb­nisse der Studie „Postbank Wohnatlas 2022“.

An­haltend niedrige Zinsen, unge­bremste Nach­frage und ein stag­nierendes Angebot bestimmten 2021 den Immo­bilien­markt in Deutsch­land. „Die neuen Rekorde auf dem Immo­bilien­markt werden von der Angst vor einer Zins­er­höhung sowie steigen­der In­flation begünstigt. Viele Deutsche flüchten sich in Beton­gold und schließen dabei zu­nehmend die Städte in zweiter Reihe mit ein, nach­dem Metro­polen wie München bereits als über­bewertet gelten“, sagt Eva Grunwald, Leiterin Immo­bilien­geschäft Postbank. „Die Corona-Pan­demie hat den Wunsch nach dem eigenen Zuhause nur noch bestärkt und den Radius erweitert.“

Deutsch­lands teuerstes Pflaster ist nach wie vor München. Nirgend­wo anders müssen Käufer*innen für den Quadrat­meter so viel be­zahlen wie in der bayerischen Landes­haupt­stadt. Der Preis für Eigen­tums­wohnungen im Bestand stieg um weitere 9,9 Prozent gegen­über dem Vorjahr und lag 2021 bei durch­schnitt­lich 9.732 Euro pro Quadrat­meter. Zweit­teuerste Groß­stadt ist Frank­furt am Main, hier wurden im Schnitt 6.586 Euro pro Quadrat­meter fällig. Ham­burg rangiert im Ranking der so­genann­ten Big Seven, den sieben größ­ten deutschen Metro­polen, mit 6.489 Euro pro Quadrat­meter auf Platz drei vor Berlin mit 5.528 Euro.

Den höchsten Preis­zu­wachs unter den Big Seven ver­zeich­nete Düssel­dorf. Er lag mit 15,3 Prozent deutlich höher als 2020 (9,4 Prozent) und 2019 (7,8 Prozent). Auf Rang zwei rangierte Hamburg mit einem Plus von 13,4 Prozent. Damit schließt die Hanse­stadt beim Preis­niveau weiter zu Frank­furt auf, wo die Preise nur um 5,8 Prozent zulegten. Auch in Köln, der ver­gleichs­weise günstigsten Stadt unter den sieben Metro­polen, zogen die Preise mit 11,8 Prozent stark an. Dennoch kostete der Quadrat­meter 2021 dort nur halb so viel wie in München.

Der bundes­weit teuerste Land­kreis liegt weiterhin in Nord­see­nähe: Im Land­kreis Nord­fries­land, zu dem die beliebten Inseln Sylt, Föhr und Amrum, aber auch Ferien­orte wie St. Peter Ording gehören, kostete der Quadrat­meter für Eigen­tums­wohnun­gen im Bestand im ver­gangen­en Jahr im Schnitt 7.977 Euro. Auch hier be­schleunig­te sich der An­stieg gegen­über dem Vorjahr auf 14,3 Prozent (2020: 4,8 Prozent).

Unter den Top 10 der teuers­ten Land­kreise finden sich neben Nord­fries­land nur Land­kreise aus dem Speck­gürtel Münchens und aus den Ferien­ge­bieten des Alpen­vorlandes. In dieser Gruppe legten die Preise im Land­kreis Mies­bach mit 14,9 Prozent am stärksten zu, so dass der Abstand zu Nord­fries­land 2021 nur noch wenige Euro beträgt. Im Land­kreis Starn­berg schwächte sich der Zuwachs auf 6,2 Prozent ab, wodurch die Region vom Land­kreis München von Platz drei ver­drängt wurde.

Für alle ge­nannten Land­kreise gilt: Die Quadrat­meter­preise sind so hoch wie nie zuvor. Nur in drei der genannten zehn Kreisen liegt der durch­schnitt­liche Quadrat­meter­preis für Be­stands­wohnungen noch unter 6.000 Euro, vier von ihnen liegen bereits jenseits der 7.000-Euro-Marke.

Bei der Preis­dynamik liefen die Umland-Kreise der Big Seven den Städten den Rang ab. Den höchsten Anstieg verzeich­nete der Berliner Speck­gürtel, wo eine steigende Nach­frage auf ein besonders knappes Angebot traf: Während das Plus für Eigen­tums­wohnungen im Bestand in der Haupt­stadt bei 8,1 Prozent lag, erreichte es im Land­kreis Oder-Spree 45,2 Prozent. Und obwohl Potsdam mittler­weile schon fast so teuer wie Berlin ist, legten die Preise dort nochmals um 27,3 Prozent zu. In Dahme-Spree­wald mussten Kaufende 2021 rund 26 Prozent mehr bezahlen als 2020, im Märkisch-Oderland 23,7 Prozent. Die Unter­schiede beim Preis­niveau schrumpfen folglich, sind aber noch vorhanden: Während 2021 in Berlin 5.528&nbpsp;Euro pro Quadrat­meter fällig wurden, waren es etwa in Oder-Spree 3.490 Euro.

„Seit inzwischen zwei Jahren an­dauern­des Home­office hat viele Menschen über einen Umzug aus der Groß­stadt in das Umland nachdenken lassen. Trotz deut­lich steigender Preise können sich Normal­ver­dienende hier noch am ehesten eine Wohnung mit Arbeits­zimmer und Garten leisten, während familien­taugliche Immobilien in den Metro­polen nicht zu finden sind“, sagt Grunwald. „Interessierte müssen jedoch genau hinsehen. Potsdam ist inzwischen fast genauso teuer wie Berlin und auch der Preis­abstand zwischen München oder Stuttgart zu ihren belieb­testen Umland­kreisen schrumpft merklich.“

In Deutsch­lands teuerster Stadt München stiegen die Preise 2021 um 9,9 Prozent, im Landkreis Miesbach hingegen um 14,9 Prozent, in Ebersberg um 14,2 Prozent und in Freising um 12,1 Prozent. Obwohl sich Immo­bilien in Hamburg um 13,4 Prozent verteuerten, konnten die Umland-Kreise Segeberg (17,8 Prozent) und Pinne­berg (17,2 Prozent) dies noch toppen. Allerdings: Trotz der Auf­hol­jagd sind Eigen­tums­wohnungen im Umland weiter­hin deutlich günstiger als in der Hanse­stadt. So ist der Quadrat­meter­preis im Land­kreis Segeberg mit 3.371 Euro pro Quadrat­meter nur rund halb so hoch. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Köln, dessen Preis­anstieg (11,8 Prozent) noch von den Land­kreisen Rhein-Sieg-Kreis (16,3 Prozent), Rheinisch-Bergischer Kreis (16,9 Prozent) und Mett­mann (13,2 Prozent) über­troffen wurde. Rund um Frankfurt am Main ver­zeich­neten etwa der Main-Kinzig-Kreis, Groß-Gerau und der Wetterau­kreis eine größere Preis­dynamik als die Stadt. Einzige Aus­nahme ist Düssel­dorf, wo der Anstieg noch stärker war als etwa in Mett­mann (13,2 Prozent) oder Duisburg (11,9 Prozent).

Die hohen Preise in den Big Seven sorgen aber auch dafür, dass andere Städte in den Fokus rücken. Zu den teuersten zehn Städten Deutschlands zählen Pots­dam, Freiburg im Breisgau und Heidel­berg – alle drei mit Quadrat­meter­preisen jenseits der 5.000-Euro-Marke.

Generell haben Eigen­tums­wohnungen im Bestand in allen Groß­städten mit mehr als 100.000 Ein­wohner*innen an Wert gewonnen, der durch­schnitt­liche Preis­anstieg gegenüber Vorjahr lag dort bei rund 12 Prozent. Am stärksten legten sie mit 29,5 Prozent in Erfurt zu, gefolgt von Potsdam mit 27,3 Prozent und Chem­nitz mit fast 22 Prozent. In Biele­feld, Salz­gitter und Halle (Saale) lag das Plus bei mehr als 18 Prozent. „Es zeigen sich deutliche Nach­hol­effekte in den preis­günstigen Groß­städten Ost- und Mittel­deutsch­lands“, sagt Grunwald von der Postbank. „Während sich die Big Seven seit Jahren zu neuen Höhen auf­schwingen, blieben sehr deutliche Anstiege in den mittel- und ost­deutschen Groß­städten lange aus.“

Trotz der beginnenden Auf­hol­jagd sind viele dieser Städte im Vergleich zu den anderen deutschen Städten ab 100.000 Ein­wohner*innen noch günstig. Eigen­tums­wohnungen im Bestand kosteten 2021 im nieder­sächsischen Salz­gitter mit 1.666 Euro pro Quadrat­meter im Vergleich zu München nur rund ein Sechstel. Im sächsischen Chem­nitz war der Quadrat­meter für rund 1.672 Euro zu haben, in der Landes­hauptstadt Sachsen-Anhalts, Magde­burg, für 1.984 Euro.

Für Kauf­interes­sierte lohnt auch der Blick in die so genannten Mittel­städte. „Zentren mit kurzen Wegen, schmucke Innen­städte, gute Infra­struktur sowie Nähe zum grünen Umland locken Immo­bilien­suchende, die anderen­orts keine attrak­tiven Objekte zu ver­gleichs­weise günstigen Preisen mehr finden können“, sagt Grunwald. „Allerdings ist das Angebot in Städten dieser Größen­ordnung häufig geringer, so dass schon kleinere Ver­änderungen im Nach­frage­verhalten oder in der An­gebots­struktur zu deut­lichen Preis­veränderungen gegen­über dem Vor­jahr führen können.“ Unter den Städten mit 20.000 bis 100.000 Ein­wohnern mit besonders hohem Preis­anstieg lagen mit Hof, Amberg, Kempten (Allgäu) und Passau vier in Bayern. Die Hoch­schul­stadt Hof, gelegen an der Saale, war mit durch­schnittlich 1.884 Euro pro Quadrat­meter in 2021 noch erschwing­lich, wohingegen in Kempten im Allgäu bereits fast 4.000 Euro in Rechnung gestellt wurden. Auch in Weimar (Thüringen), Emden (Niedersachsen) und Frankenthal (Rheinland-Pfalz) stiegen die Preise stark an.

[April 2022]

NRW fördert Eigenheimkauf mit Zuschuss von bis zu EUR 10.000

Da NRW mit 6,50% mit den höchsten Grunderwerbsteuersatz hat, will das Land nun kurzfristig für eine Entlastung sorgen, wie u.a. Haus&Grund Rheinland Westfalen mitteilt.

Danach sollen Käufer von Wohneigentum in NRW, wie Ende März erst bekannt gegeben, einen Zuschuss über die NRW.Bank von 2% auf die ersten EUR 500.000 des Kaufpreises erhalten. Dies gilt für den Kauf von einem Einfamilienhaus, einem Zweifamilienhaus oder einer Eigentumswohnung zur eigenen Nutzung. Das sind also maximal EUR 10.000. Wer beispielsweise EUR 500.000 für sein Wohneigentum bezahlt, bekommt die maximalen EUR 10.000 und läge mit der Förderung bei einer Belastung, wie sie bei 4,50% Grunderwerbsteuer gegeben wäre.

Gefördert werden aber nur Privatpersonen, keine Unternehmen. Und: die Förderung kann rückwirkend ab dem 1. Januar 2022 beantragt werden! Entscheidend sei der Abschlusstag des Kaufvertrages. Die NRW.Bank will die Förderrichtlinie kurzfristig veröffentlichen, ab dann sollen Anträge möglich sein. Im Fördertopf sind insgesamt 400 Millionen Euro.

Eigentlich wollte die schwarz-gelbe Koalition einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer einführen. Das scheiterte jedoch am Bund. Die Ampelkoalition will die Freibeträge bald ermöglichen – das NRW-Förderprogramm ist bis dahin als Brückenlösung vorgesehen.

[April 2022]

BEG-Fördermittel für Neubauten als Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 EE sind ausgeschöpft

Wie seitens der KfW bekannt gegeben wurde, sind die Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro für Neubauten als Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 EE bereits nach wenigen Stunden ausgeschöpft. 

Weitere Anträge werden von der KFW nicht mehr angenommen, bereits zugesagte Anträge sind hiervon nicht betroffen.

Ab dem 21.04.2022 können wieder neue Anträge für Neubauförderungen gestellt werden. Die Antragsmöglichkeit besteht lediglich für die Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse (Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 NH). Voraussetzung hierfür ist das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude. 

[April 2022]