Unser Partner Prohyp berichtet zur Einschätzung der aktuellen Erschwinglichkeit von Immobilien aktuell folgendes:

Von den Mieterhaushalten, deren Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 30 und 44 Jahre alt sind, verfügen zwar 39 % über ein ausreichendes Einkommen für die Finanzierung einer regionaltypischen Wohnimmobilie. Allerdings haben nur 5,7 % genügend Geld angespart, um die Kaufnebenkosten und darüber hinaus noch 20 % des Kaufpreises aus Eigenkapital zu finanzieren. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des Erschwinglichkeitsbarometers von LBS Research und dem Marktforschungsinstitut empirica. Im Vorjahr erreichten noch 40 % der befragten Haushalte die Einkommensschwelle und 5,8 % die Eigenkapitalschwelle. Damit scheitere der Erwerb von Wohneigentum häufiger an fehlendem Eigenkapital als an zu niedrigem Einkommen, schreibt LBS Research im Kommentar zur Marktstudie. 

Wenn es um die Anspardauer für das Eigenkapital beim Immobilienerwerb geht, gibt es laut einer aktuellen Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft große regionale Unterschiede. Wer ein Fünftel seines verfügbaren Einkommens spart, hat im Kyffhäuserkreis schon nach knapp vier Jahren ausreichend Eigenkapital für eine durchschnittliche Immobilie. In der Region München beträgt die Spardauer hingegen weit über 20 Jahre. Grund für die Differenzen seien auch hohe Erwerbsnebenkosten, schreiben die Studienautorinnen und -autoren. So benötigen Sparerinnen und Sparer in Berlin oder Frankfurt mehr als drei Jahre, um alleine die Aufwendungen für Notar und Grunderwerbsteuer anzusparen. Besonders schwierig sei der Weg zum Wohneigentum für junge Menschen, schreibt die WirtschaftsWoche unter Berufung auf verschiedene Studien. Bei Käuferinnen und Käufer, die mit Mitte Zwanzig eine Immobilie erwerben, seien Beleihungsausläufe über 90 % die Regel. 

s. auch LBS Research, Kiel Institut für Weltwirtschaft, WirtschaftsWoche

[April 2026]