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News

„Effizienzhaus-55“-Förderung entfällt ab 01.02.2022

Die KfW hat folgende Änderungen ihrer Förderbedingungen bekannt gegeben:

Der Förderstandard „Effizienzhaus 55“ wird per 01.02.2022 bei Neubauvorhaben wegfallen. 

Dies betrifft:

  1. sowohl Wohngebäude als auch Nichtwohngebäude
  2. sowohl die Effizienzhaus 55-Stufe, als auch die Effizienzhaus 55-EE-Stufe (Erneuerbare Energien) als auch die Effizienzhaus 55-NH-Stufe (Nachhaltigkeit)

Damit sind die Kreditvarianten mit Tilgungszuschuss (Programme 261/263) betroffen.

Übergangsfristen

Die Investitionszuschussvariante kann noch bis zum 31.01.2022 über das Zuschussportal der KfW gestellt werden. Die KfW empfiehlt durchleitenden Banken, bei der Kreditvariante mit Tilgungszuschuss die Anträge sicherheitshalber nur bis zum 14.01.2022 einzureichen.

Damit eine rechtzeitige Weiterleitung an die KfW erfolgen kann, muss der vollständige Kreditantrag entsprechend vorher bei der Bank zur Entscheidung vorliegen. Je nach Bank sind die Vorlaufzeit dafür unterschiedlich und im Einzelfall zu prüfen.

Weitere Infos zur Einstellung der v.g. Neubauförderung gibt es auf der Internetseite des BMWi bei den FAQs zur BEG sowie auf den Produktseiten der KfW.

Hohe Mietbelastung nicht nur in größeren Städten

Im Rahmen einer Untersuchung hat immowelt die Mietbelastung einer vierköpfigen Familie nach Berufsabschlüssen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern hierzulande beleuchtet. Wie die Analyse zeigt, müssen Eltern mit anerkanntem Berufsabschluss in mehr als jeder zweiten deutschen Großstadt für eine familientaugliche Wohnung mindestens ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben. In 16 Städten liegt die Belastung sogar über 30%.

Für Eltern ohne Berufsabschluss ist das Großstadtleben kaum noch zu finanzieren. Sie kommen in 72 Städten auf eine monatliche Belastung von über 25% und in 52 Städten auf über 30%. Als Konsequenz müssen viele Menschen mit niedrigem Einkommen den Städten den Rücken kehren oder sind auf Wohngeld angewiesen. Laut Immowelt bestehe am freien Markt kaum noch die Aussicht, eine leistbare Wohnung zu finden. Sozialwohnungen wiederum sind in vielen Städten nicht ausreichend vorhanden und die Wartelisten lang.

Am schwierigsten haben es Familien in Städten, in denen Mieten und Einkommen immer weiter auseinanderdriften. Die höchste Belastung zeigt sich für München und Berlin. So beträgt die mittlere Angebotsmiete für eine 80 bis 120 Quadratmeter große Wohnung in München 1.750 Euro plus Nebenkosten. Familien ohne Berufsabschluss müssten dafür 55% ihres Verdienstes berappen. Auch Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss müssen 45% ihres Einkommens für Miete ausgeben. Selbst Akademikerfamilien kommen auf Mietkosten in Höhe von einem Drittel ihres Nettoverdienstes, was allgemein bereits als beginnende Überbelastung gilt, und stoßen damit an ihre finanziellen Grenzen.

Unter der hohen Mietbelastung ächzen aber nicht nur Familien in Großstädten. Auch in etlichen kleineren deutschen Städten sind die Wohnkosten ein Problem. So findet sich Freiburg unter allen Städten auf Platz 3 im Ranking, was die Belastung angeht. Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss müssen bei Neuvermietung 38% ihres Nettoeinkommens für eine familientaugliche Wohnung ausgeben. Rostock, Heidelberg (je 36%), Jena und Potsdam (je 35%) gehören zu den Städten, in denen Familien am stärksten belastet sind.

Bezahlbaren Wohnraum finden Familien der Auswertung zufolge im Ruhrgebiet. Mit Berufsabschluss liegt die Mietbelastung in Duisburg und Herne unter 20%. Selbst für Eltern ohne Berufsabschluss sind die Mieten in den Großstädten des Ruhrgebiets noch erschwinglich: Die Wohnkostenquote bleibt unterhalb der 25-Prozent-Marke.

Über die Analyse: für die Untersuchung wurde in 79 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die monatliche Belastung durch Miet- und Nebenkosten einer Wohnung mit 80 bis 120 Quadratmetern in Relation zum mittleren Haushaltsnettoeinkommen einer vierköpfigen Familie (ein Voll- und ein Halbverdiener) ermittelt. Als Basis wurden die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Bruttoeinkommen, unterschieden nach Berufsabschlüssen (ohne, anerkannter, akademischer) herangezogen und in entsprechende Nettogehälter umgerechnet.

[November 2021]

Immobilienpreise: Rekordwerte treiben Käufer aus Metropolen

Die Corona-Krise hat die hohe Nachfrage nach Immobilien weiter beflügelt. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres haben die Preise fast so stark angezogen wie im Gesamtjahr 2020. Die Kaufpreise inklusive Nebenkosten in den meisten Großstädten sind auch in 2021 wie schon 2020 weiter gestiegen. Dies zeigt eine Analyse der Interhyp AG auf Basis von mehr als 180.000 Darlehensabschlüssen für einen Bau oder Kauf einer Immobilie in den vergangenen zweieinhalb Jahren.

„Der Preisanstieg macht den Erwerb für Immobilienkäuferinnen und -käufer aber zunehmend schwieriger, auch in den Städten in der Nähe der Metropolen“, erklärt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender bei der Interhyp AG. Politische Weichenstellungen seien notwendig, um Hürden beim Eigentumserwerb abzubauen und den Wohneigentumserwerb gezielt zu fördern. „Hier sehen wir ein wichtiges Handlungsfeld der zukünftigen Bundesregierung.“

Bislang lässt sich im laufenden Jahr ein Preisauftrieb verzeichnen, der fast so stark ist wie im Jahr 2020. So belief sich der durchschnittliche Preis pro Objekt inklusive Nebenkosten Anfang September in Deutschland auf rund 487.000 Euro. Das bedeutet eine Zunahme von rund 9% gegenüber dem Durchschnittspreis von 2020, der rund 447.000 Euro betrug. Der Anstieg ist fast so hoch wie im Gesamtjahr 2020 gegenüber 2019, als die Steigerung etwas mehr als 10% betragen hatte.

Interhyp hat sieben große Städte näher unter die Lupe genommen. Die höchsten Preise pro finanzierter Immobilie inklusive Nebenkosten weist derzeit München auf, gefolgt von Frankfurt am Main und Hamburg. Die deutlichsten Steigerungen gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres finden sich in Stuttgart (+14% auf 614.000 Euro) und Köln (+14% auf 574.000 Euro). Mehr Geld berappen mussten Immobilienkäufer auch in Leipzig (+12% auf 340.000 Euro), in München (+10% auf 875.000 Euro), in Berlin (+8% auf 543.000 Euro) sowie in Hamburg (+5% auf 676.000 Euro).

In Frankfurt am Main dagegen, wo die Preise von 2015 auf 2020 schon um 45% zugelegt hatten, sind die Immobilienpreise im Jahr 2021 um 2% auf 684.000 Euro gesunken. Laut Interhyp zeigt sich bei näherer Betrachtung außerdem, dass die Quadratmeterpreise auch in Frankfurt im Jahr 2021 weiter gestiegen sind, nur die finanzierten Objekte etwas kleiner geworden sind. „In den meisten Metropolen hat sich der Preistrend nach oben fortgesetzt und liegt im Bereich des bundesweiten Durchschnitts oder etwas darüber“, so Utecht.

Aufgrund der Preisentwicklung in Deutschlands Großstädten kehren Immobilienkäufer den Metropolen den Rücken. So beobachtet Interhyp einen fortgesetzten Trend, beim Kauf in mittlere und kleinere Städte auszuweichen. Das Unternehmen hat dafür untersucht, wieviel Prozent der Menschen aus Metropolen über 500.000 Einwohnern beim Kauf auch eine Immobilie in einer Metropole wählen. „Ein Trend raus aus den Metropolen zeichnet sich schon seit vielen Jahren ab“, sagt Jörg Utecht. „Auch in der Corona-Krise hat sich dies fortgesetzt.“ Die Flucht aus den Metropolen kurbelt aber wiederum die Preise in den Städten in deren Umkreis kräftig an. So verzeichnet Interhyp zum Teil deutliche Preissteigerungen der durchschnittlichen Kaufpreise inklusive Nebenkosten pro finanziertem Objekt beispielsweise in Esslingen (+25% gegenüber dem Durchschnitt im Jahr 2020) und Tübingen in der Nähe von Stuttgart (+9%) sowie in Offenbach am Main (+27%). Infolge der Preissteigerungen wird der Traum vom Eigenheim für Normalverdienende trotz der niedrigen Zinsen bei Immobilienkrediten immer schwieriger zu realisieren. Immobilienkäufer müssen heute im Durchschnitt 130.000 Euro Eigenkapital aufbringen gegenüber 116.000 Euro im Vorjahr. Somit wird der hohe Eigenkapitalbedarf zur weiteren Hürde beim Immobilienkauf.

[November 2021]

Provisionsteilung: Immobilienmakler sehen Ziel verfehlt

Seit Dezember 2020 ist das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser in Kraft. Käufer von Immobilien sollen damit nur noch höchstens die Hälfte der Courtage des Immobilienmaklers zahlen müssen. In der Praxis bedeutet dies häufig einer 50:50-Teilung der Provision zwischen Käufer und Verkäufer. Die Auswirkungen der neuen Regelung auf den Immobilienmarkt hat der Marktmonitor Immobilien (MMI) 2021 beleuchtet. Die Studie von immowelt.de wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen erstellt. Die Befragung fand im Mai 2021 statt.

Mit der neuen gesetzlichen Regelung sollten Immobilienkäufer finanziell entlastet werden, da vielerorts Käufer üblicherweise die gesamten Kosten für die Provision übernehmen mussten. Wie die Ergebnisse der Befragung zeigen, betrachten 68% der Immobilienmakler das Ziel des Gesetzes als (eher) nicht erreicht und sehen keine finanzielle Entlastung für Käufer. 20% halten das Vorhaben für teilweise erfolgreich und lediglich 12% beurteilen das Gesetz als (eher) erfolgreich.

42% der Makler mussten ihre Provisionsvereinbarungen anpassen. Betroffen waren hier insbesondere kleine Maklerbüros: Je größer ein Unternehmen ist, desto seltener mussten der Studie zufolge im Zuge des neuen Gesetzes Änderungen bei der Provisionsaufteilung vorgenommen werden.

Des Weiteren geht aus der Befragung hervor, dass die Teilung der Provision auf Käufer und Verkäufer für die Immobilienmaklern in der Praxis nicht mehr Aufträge bedeutete. Bei rund der Hälfte der Makler hat sich die Anzahl der Verträge mit Verkäufern nach der neuen Regelung nicht verändert. Bei jedem dritten Makler hat sich die Zahl sogar verringert, bei 8% sogar sehr stark.

Dafür sieht sich gut jeder 2. Makler einem gestiegenen Aufwand gegenüber: So führe beispielsweise die doppelte Rechnungsstellung dazu, dass mehr Zeit für administrative Tätigkeiten einzuplanen ist. 37% der Befragten gaben laut Studie an, dass es nun länger oder gar deutlich länger, bis die Courtagerechnungen vollständig beglichen seien.

Was könnte stattdessen für eine finanzielle Entlastung für Immobilienkäufer sorgen? Mit 93% sieht eine große Mehrheit der Immobilienprofis in der Senkung der Grunderwerbsteuer eine adäquate Möglichkeit, um die finanzielle Belastung beim Immobilienkauf zu verringern, da dies einen spürbaren Einfluss auf die Kaufnebenkosten hätte.

[November 2021]

Weltspartag 29.10.2021

Zum ersten Mal fand am er 31. Oktober 1925 statt. Seitdem gibt es ihn regelmäßig in der letzten Oktoberwoche : den Weltspartag.

1924 hatte das Weltinstitut der Sparkassen auf dem ersten Internationalen Sparkassenkongress in Mailand die Einführung des „World Thrift Day“ beschlossen.

Das Ziel: Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen aufbauen – und so den Wert des Geldes schätzen lernen. Sparen, so hieß es damals „ist eine Tugend und eine Praktik, die grundlegend ist für den gesellschaftlichen Fortschritt eines jeden Einzelnen, einer jeden Nation und der gesamten Menschheit!“

Menschen sparen schon seit Jahrtausenden. Schon in der Antike verwendeten Griechen und Römer einfache Behälter mit einer kleinen Öffnung, um Münzen zu verwahren. Die älteste bekannte Spardose ist ein kleiner, griechischer Schatztempel aus Ton: ein sogenannter Thesaurus. Von ihm stammt das heutige Wort Tresor ab.

Auch im Mittelalter nutzten die Menschen Tongefäße, um darin Geld aufzuheben. In dieser Zeit tauchten die ersten Spardosen in Form von Schweinen auf. Schon damals galt das Tier als Symbol für Glück und Wohlstand. Das Sprichwort „Schwein haben“ beschreibt genau das: Nur jemand, der vermögend war, konnte sich eigenes Vieh leisten – und hatte immer zu essen.

Aus dem Schwein ist mittlerweile in vielen Haushalten ein Teddy geworden, ein Einhorn oder auch ein Fußball – Spardosen gibt es heutzutage in vielen Formen. Ungebrochen ist aber die Beliebtheit dieser Art der Geldaufbewahrung: Über die Hälfte der Deutschen hat eine Spardose zu Hause.

[Oktober 2021]

Darauf verzichten die Deutschen fürs Eigenheim

Infolge der Pandemie sind Kaufimmobilien begehrter denn je. So verzeichnet ImmoScout24 im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten 60% mehr Nachfrage nach Kaufobjekten. Für ein neues und schöneres Zuhause sind die Menschen sogar bereit, sich anderweitig finanziell einzuschränken, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von ImmoScout24.

Demnach würden die meisten Befragten am ehesten den privaten Konsum verringern, um die aktuelle Wohnsituation zu verbessern. So würde fast jeder Zweite beim Shopping sparen, 40% am Urlaub und ein Drittel bei den Freizeitaktivitäten. Auf das Auto würde dagegen nur ein Fünftel der Befragten verzichten wollen, wobei sich hier ein interessanter Unterschied bei den Geschlechtern zeigt: So würden 23% der Männer am ehesten auf das Auto verzichten, wenn es um eine verbesserte Wohnsituation geht. Bei den Frauen beträgt der Anteil nur 17%. Dafür würde das weibliche Geschlecht eher den Rotstift beim Sport ansetzen. Auch in puncto Freizeitaktivitäten schnallen eher Frauen mit 35% den Gürtel enger als Männer mit 30%. Generell wären eher Frauen zu Einsparungen bereit als Männer.

Laut Umfrage ist mit 53% insbesondere die Generation der 18- bis 39-Jährigen bereit, aufs Shopping zu verzichten. Dagegen sind es mit 45% eher die 40- bis 49-Jährigen, die sich finanziell beim Thema Urlaub einschränken würden. Die ältere Generation ist im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen eher bereit, bei Ausgaben für sportliche Aktivitäten Abstriche zu machen.

Ganz unten auf der Einsparliste zugunsten einer schöneren Wohnung rangieren dagegen Bereiche wie Aus- und Weiterbildung. Auch die eigene Altersvorsorge schlägt den Wunsch nach einer besseren Wohnsituation. In diesem Bereich würden nur 11% Einsparungen vornehmen. Auch Lebensmittel bzw. die eigene Ernährung sind vielen Deutschen wichtig. So würden sich nur 8% hier zugunsten eines neuen oder schöneren Zuhauses einschränken wollen.

[Oktober 2021]

Deutsche Bauherren wünschen sich mehr finanzielle Unterstützung

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins AssCompact stellen steigende Baukosten aktuell für Eigenheimbesitzer und angehende Bauherren die größte Hürde beim Hausbau und der Modernisierung dar. Das zeigt demnach eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. Demnach geben 88% an, sich Bauen bald nicht mehr leisten zu können. Die Hälfte aller potenziellen Bauherren beklagt darüber hinaus fehlendes Bauland und zu viele Bauvorschriften. Auch Bauzeitverzögerungen und Pfusch am Bau werden häufig als Schwierigkeiten genannt. „Die Baumaterialknappheit und damit verbundene steigende Baukosten ziehen die Preisschraube beim Hausbau weiter an“, stellt BSB-Geschäftsführer Florian Becker mit Blick auf die Zahlen fest. Schon vor der aktuellen Krise auf dem Baustoffmarkt seien die Kosten beim Eigenheimbau für viele Familien kaum noch zu finanzieren gewesen.

Wie eine Entlastung aussehen sollte, ist für die Mehrheit der Befragten klar. 64% wollen mehr Direktzuschüsse zum Bauen. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer sieht auch Steuererleichterungen als geeignetes Förderinstrument. Beide Antworten rangieren damit vor der staatlich begünstigten Kreditfinanzierung über die KfW-Bank, für die sich nur 36% aussprechen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Bauherren und Modernisierer vor allem am Beginn ihrer Baumaßnahmen, wo die finanzielle Belastung am höchsten ist, Geld benötigen“, erklärt Becker und bringt als Vorschlag ein Bauklimageld ins Spiel: „Unser Vorschlag des Bauklimageldes als Direktzuschuss hilft sofort dem Geldbeutel. Da nur klimaschonendes Bauen und Modernisieren gefördert wird, motiviert das Bauklimageld Eigennutzer, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Auch die Grunderwerbsteuer solle reformiert werden. „Die Belastung durch die Steuer liegt in manchen Regionen Deutschlands im Bereich eines gebrauchten Mittelklassefahrzeuges“, sagt Becker. Vor allem Familien mit mittlerem Einkommen können sich ihren Traum vom Eigenheim kaum noch verwirklichen. Um den Neubau gezielt und flächendeckend zu fördern, sollte die Grunderwerbsteuer deshalb reformiert werden. „Da die Grunderwerbsteuer eine wichtige Einnahmequelle der Länder ist, muss eine Reform so ausgestaltet sein, dass sowohl steuerliche Einnahmen erhalten bleiben und gleichzeitig selbstnutzende Privatkäufer entlastet werden“, so Becker.

Der BSB schlägt vor, auf die ersten 200.000 Euro Kaufsumme eines Grundstücks keine Steuer mehr zu erheben. Auf die zweiten 200.000 Euro sollen 3% anfallen, auf die dritten 6% Grunderwerbsteuer erhoben werden. „Durch diese soziale Staffelung der Grunderwerbsteuer würden Bauherren mit niedrigeren und mittleren Einkommen zur Eigentumsbildung motiviert, ohne dass wichtige Steuereinnahmen ganz verloren gingen.

[Oktober 2021]

Deutsche setzen bei Altersvorsorge weiter auf das Eigenheim

Gem. dem Fachmagazin AssCompact sehen 3/4 der Deutschen nach einer aktuellen Kantar-Umfrage in Immobilien die beste Geldanlage. 2/3 halten das eigene Zuhause zudem für die beste Altersvorsorge.

Immobilien sind nach Einschätzung der meisten Menschen in Deutschland der ideale Weg, Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen. Das geht aus dem repräsentativ erhobenen Kantar-Trendindikator 2021 hervor, der unter anderem von den Landesbausparkassen beauftragt wurde. 75% der Befragten gaben an, dass sie eine Immobilie für die beste Geldanlage halten. Vor zehn Jahren waren es erst 66%.

Nahezu 2/3 (64%) der Deutschen betrachten eine eigene Immobilie zudem als beste Altersvorsorge. Dass ein eigenes Zuhause generell eine sichere Altersvorsorge biete, meinen 79%. Diese Ansicht vertreten immerhin auch 69% der Mieter, unter den Immobilieneigentümern sind es sogar 90%.

„Die Menschen sind sich bewusst, welch großen Wert ein Eigenheim für Vermögensaufbau und Altersvorsorge hat. Dennoch hat Deutschland eine der niedrigsten Wohneigentumsquoten in Europa. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe der Politik, mehr Menschen den Weg ins eigene Zuhause zu ermöglichen“, ordnet Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen, die Ergebnisse ein.

Gerade im Hinblick auf die in der kommenden Legislaturperiode anstehende Reform der geförderten privaten Altersvorsorge gelte es, die Präferenzen zu berücksichtigen: „Welcher Weg auch immer beschritten wird, sei es eine Vereinfachung von (Wohn-)Riester oder eine weiterreichende Systemumstellung, eines darf dabei nicht herauskommen: Dass die Menschen in Deutschland am Ende weniger Geld übrig haben, um mit den eigenen vier Wänden Vermögen aufzubauen.“ Selbst genutztes Wohneigentum müsse weiterhin als gleichwertige und förderbare Altersvorsorge anerkannt bleiben, so Guthmann.

[Oktober 2021]

Baulandpreise steigen auf Rekordniveau

Wie TAGESSCHAU.DE berichtet kostete Bauland im Jahr 2020 im bundesweiten Durchschnitt 199 Euro pro Quadratmeter. Damit stiegen die Preise während der Corona-Pandemie auf einen neuen Höchststand. Es gibt aber große regionale Unterschiede.

2019 hatte der Durchschnittspreis bei knapp 190 Euro pro Quadratmeter gelegen, 2010 bei rund 130 Euro. Innerhalb von zehn Jahren verteuerte sich Bauland in Deutschland damit um mehr als 53 Prozent.

Die Preise entwickeln sich nach Angaben der Statistiker aber in den Bundesländern sehr unterschiedlich – auch abhängig von der Gemeindegröße, in der die Grundstücke liegen. Demnach zahlten Käufer 2020 in Bayern und in Baden-Württemberg mit 349 beziehungsweise 245 Euro besonders viel für einen Quadratmeter Bauland. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mussten dagegen nur zwischen 46 und 63 Euro gezahlt werden.

„Grundsätzlich steigen die durchschnittlichen Kaufwerte mit der Gemeindegröße“, erklärte das Statistische Bundesamt. In Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern kostete ein Quadratmeter im Schnitt 71 Euro. In den 14 größten deutschen Städten – die alle mindestens 500.000 Einwohner haben – lag der Quadratmeterpreis durchschnittlich bei 1213 Euro.

Seit geraumer Zeit sorgen die niedrigen Zinsen und der anhaltende Bedarf an Wohnraum – vor allem in Ballungsgebieten – für eine hohe Nachfrage. Diese führt neben den steigenden Baulandpreisen auch zu kontinuierlichen steigenden Immobilienpreisen. Hinzu kamen zuletzt auch steigende Baukosten, die zum Teil eine Folge der aktuellen Knappheit von Baumaterialien sind.

[September 2021]

Das ideale Zuhause – nach Corona oder für die nächste Pandemie

Die ING hat mit einer repräsentativen ING-Umfrage im Juni 2021 festgestellt, dass sich mit Corona die Prioritäten verschoben haben, was die Ansprüche an die Eigenschaften an die eigene Immobilie betrifft.

Die größte Bedeutungsverschiebung wird jetzt der digitalen Anbindung des eigenen Zuhauses beigemessen.

Weiterhin wichtig sind danach auch ein Platz im Außenbereich (Terrasse, Garten, Balkon etc.) und eine freundliche Nachbarschaft.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

[September 2021]