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Praxis-Training Energetische Gebäudesanierung

Am 30.08.2023 wurde das der Praxis-Training „Energetische Gebäudesanierung“ bei der Sprengnetter Akademie absolviert. Es hat auf den am 17.06.2023 abgeschlossenen Video-Kurs „Grundwissen Energetische Sanierung“ aufgebaut. Die Teilnahmebescheinigung ist in den auf dieser Webseite genannten Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

Inhalte waren:

  1. Bedeutung der energetischen Sanierung mit Blick auf den Klimawandel und den CO² Ausstoß
  2. Wichtige gesetzliche Anforderungen im Überblick (GEG, EEG, usw.)
  3. Forderung(en) der Politik
  4. Die größten Einsparpotenziale mit Kosten-Nutzen-Einschätzung
  5. Energetische Analysen von Bestandsimmobilien
  6. Finanzierungsmöglichkeiten und Fördermittel für die energetische Sanierung
  7. Energetische Sanierung von Bestandsimmobilien im Beratungsprozess
  8. Tipps, Tricks und Tools für die Beratungspraxis

Der Kurs hat weitergehende und grundlegende Informationen vermittelt, die jedoch keine Beratung eines Energieberaters oder von Fachunternehmen ersetzen können.

Ab 20. September wird das Wissen noch weiter vertieft. Dann startet die dreiteilige Schulungsreihe der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Die Inhalte hier:

  1. Bestandsanalyse – Was ist das Ziel?
  2. Energiestandards und Energieausweis – Was wird erwartet?
  3. Gebäudetechnik und Gebäudehülle – Grundlagen der Energieberatung – Was sind die Top-Maßnahmen?
  4. Welche Förderungen gibt es?
  5. Umsetzung – Wie sieht die Qualitätssicherung aus?

Zur Ermittlung eines ersten Modernisierungsrahmen steht u.a. ein EDV-Tool der KfW in der Beratung zur Verfügung. Es zeigt mögliche Maßnahmen auf und mit welchen Kosten, welchen Fördermöglichkeiten und welchen Einsparpotentialen gerechnet werden kann. Das gilt für Käufer genauso wie für Immobilienbesitzer.

[September 2023]

Die Zahl der Baugenehmigungen sinkt und die Baubranche kriselt

Die WirtschaftsWoche berichtet, dass Bauministerin Klara Geywitz im September ein Hilfspaket für die Baubranche vorstellen will, das Nachfrageimpulse setzen soll. Denn die Wohnungsnot nimmt durch immer weniger Neubauten zu. Und zum Abbau von Baukapazitäten soll es jetzt nicht kommen.

So berichtet in diesem Zusammenhang die F.A.Z. (Frankfurter Allgemeine Zeitung), dass aufgrund abnehmender Nachfrage immer mehr Dach- und Mauerziegelwerke in Deutschland ihre Produktion stoppen. So hat z.B. aufgrund drastischer Auftragsrückgänge die Firma Creaton Ende Juli alle 6 Werke abgeschaltet. Und dass, obwohl letzte Jahr noch alles fast ausverkauft war.

Die Misere zeigt sich u.a. im Rückgang der Baugenehmigungen. Im 1. Halbjahr haben sich diese gem. dem Statistischen Bundesamt im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 um 50.600 (= 27,2%) verringert.

Als Vorschlag sieht Geywitz u.a. eine höhere degressive Abschreibung von 48% innerhalb der ersten 8 Jahre. Das Finanzministerium berechnet aktuell die möglichen Steuerausfälle dazu. Andere Hilfen, die im Rahmen des sog. Wachstumschancengesetzes gewährt werden könnten, werden ebenfalls geprüft.

[August 2023]

Altersgerechte Wohnungen fehlen

Wie aus einer aktuellen Studie des Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) hervorgeht, fehlen bei 2/3 der Haushalten, die altersgerechten Wohnraum benötigen, das Angebot (Methodik: Sonderauswertung des Mikrozensus 2022). Vermutlich ist die Lücke noch deutlich größer.

Weil die Menschen in Deutschland immer älter werden, nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die körperlich eingeschränkt sind. Im Jahr 2022 waren dies gut 3 Mio. Haushalte. Darin enthalten sind alle Haushalte mit Menschen, die wegen Krankheit oder Alter nur eingeschränkt beweglich sind. Bis 2035 dürfte diese Gruppe nach IW-Schätzungen auf 3,7 Mio. Haushalte anwachsen. 

Dagegen gab es im Jahr 2022 nur etwa 1,2 Mio. barrierereduzierte Wohnungen (ohne Stufen bzw. mit ebenerdigen Duschen). Rechnet man nur Wohnungen mit besonders großen Räume und Fluren, fällt die Zahl auf 1 Mio. Wohnungen. Somit ergibt sich eine Versorgungslücke von bis zu 2 Mio. Wohnungen.

Und: diese Wohnungen sind auch für alle anderen Haushalte, die ohne Einschränkungen, attraktiv und werden von diesen nachgefragt und belegt. Die Versorgungslücke ist damit also sogar noch größer. 

„Beim altersgerechten Wohnen rollt die nächste Krise auf uns zu und trifft uns fast unvorbereitet“, sagt IW-Immobilienexperte Philipp Deschermeier. Infolge des demografischen Wandels werde sich die Entwicklung ab 2025 beschleunigen. „Wegen der langen Vorlaufzeit bei Planung und Bau brauchen wir Antworten besser heute als morgen. Die Bundesregierung muss den altersgerechten Umbau und den Neubau viel stärker fördern und erleichtern“. Es besteht also akuter Handlungsbedarf!

Die ganze Studie (als PDF Download) findet sich hier.

[August 2023]

Postbank Wohnatlas 2023

Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende, mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter verschiedenen Aspekten regional bis auf Kreisebene beleuchtet. Das Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat hierfür wieder die Immobilienpreisentwicklung in den 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht.

Hierbei wurde berechnet, wo bis 2035 am ehesten mit einem realen Preisanstieg zu rechnen ist. In der Mehrheit der Regionen sinken die Preise für Eigentumswohnungen. Wertsteigerungen werden in Metropolen nebst Umland sowie im Süden erwartet. Wer sich hierzu tiefer einlesen möchte, findet die Details hier.

[August 2023]

KfW: wieder Zuschüsse für „Altersgerecht Umbauen“ verfügbar

Der KfW stehen für das Programm „Barriere­reduzierung – Investitions­zuschuss“ (Programmnummer 455-B) für dieses Jahr jetzt wieder 75 Mio. Euro zur Verfügung. Diese können als Zuschuss von Eigentümern wie Mietern beantragt werden können, und zwar solange, wie die Mitteln noch nicht aufgebraucht sind.

Förderzweck ist der seniorengerechte Umbau bestehender Objekte. Hier sind insbesondere die Barrierereduzierung von Wegen und Eingangsbereichen, bei Treppen bzw. durch Lifte, durch Schwellenreduzierung und geänderte Raumaufteilungen, durch altersgerechte Bäder (Duschen, Waschbecken, WC etc.) oder Assistenz­systeme und Smart­home-­Anwendungen förderfähig.

Für das nächste Jahr sind EUR 150 Mio. im Haushalt des Bundesbauministeriums eingeplant.

Das Programm ist Alters- und Einkommensunabhängig. Für Einzelmaßnahmen beträgt der Zuschuss 10% der förderfähigen Kosten, aber maximal 2.500 Euro. Wird der Standard „Altersgerechtes Haus“ erreicht, beträgt der Zuschuss 12,5% der förderfähigen Kosten, maximal EUR 6.250.

Weitere Informationen s. auf der Webseite der KfW unter „Altersgerecht Umbauen“. Hier findet sich auch den Link zum KfW-Zuschussportal.

[Juli 2023]

GEG bei Bestandsgebäuden

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt seit 11/2020 für beheizte oder klimatisierte Gebäude – auch für den Bestand.

Wer nicht vor 02/2002 selbst im Haus gewohnt hat (gilt für Eigentümer wie für Käufer), muss innerhalb von 2 Jahren diese Pflichten erfüllen:

– Öl- und Gas-Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind und eine übliche Größe haben (4-400 kW). Dies gilt jedoch nicht für Brennwert- und Niedertemperatur-Kessel.

– neue Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen und

– die obersten Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen müssen gedämmt werden.

Wenn Bauteile verändert/modernisiert werden, gibt das GEG Mindeststandards vor. Z.B., wenn der Fassadenputz oder die Fenster erneuert werden.

Tipp: das Haus als „Ganzes“ betrachten und neutral beraten lassen (also vom Energieberater oder vom Heizungsbauer zur Heizung, vom Fensterbauer zu Fenstern usw.).

Wer ein Gebäude komplett saniert oder kauft, muss Beratungsangebote zum Energieausweis recherchieren. Bei der Pflicht, ein Beratungsgespräch wahrnehmen, kann dies z.B. bei einer Verbraucherzentrale stattfinden.

Der Schornsteinfeger überprüft, ob Heizukessel getauscht und Rohrleitungen gedämmt wurden bzw. die Heizung dem GEG entsprechen. Bei Verstößen gibt es eine Nachbesserungsfrist. Sonst wird die zuständige Behörde informiert und ggf. ein Bußgeld verhängt.

Weitere Informationen hat u.a. hier die Verbraucherzentrale zusammengestellt.

[Juli 2023]

80% träumen vom eigenen Haus

Die Studie “Immobilientrends 2023” im Auftrag von Engel & Völkers Finance zeigt, dass der Wunsch nach einer eigenen Immobilie weiterhin ungebrochen hoch ist. Auch gestiegene Kosten und Zinsen konnten daran nichts ändern. So träumen gem. der Studie 80% vom Hauseigentum. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 2% mehr.

Die Aspekte für einen Kauf sind vielfältig. 43% geben als „Altersvorsorge“ an und 42% das „Mietfreie Wohnen“. Im Vordergrund steht also „Sicherheit“. Immerhin über 1/3 sehen darin eine höhere Lebensqualität, Unabhängigkeit von Vermietern, Sicherheit vor Kündigung und Schutz vor Inflation und Mieterhöhungen.

Interessant ist, dass die Menschen nicht mehr unbedingt „für ewig“ an demselben Haus festhalten wollen. Es soll zu den jeweiligen Lebensumständen passen. So z.B. die Phasen mit bzw. später ohne Kinder mit weniger Platzbedarf.

In der Realität wohnen nur 60% in der eigenen Immobilie, 40% zu Miete. Insbesondere bestehen Bedenken darin, dass die finanzielle Situation zu hoch ist. Eigentümer sehen das zwar nur zu 37% so, Mieter aber zu 56%.

Mieter befürchten, zu wenig Eigenkapital zu haben (46%) und sehen die Höhe der Nebenkosten (35%) als Risiko. Gründe sind im Besonderen die nun höheren Zinsen, wie Sorgen vor Inflation und Energiekosten.

Mit einer soliden Planung in einem abgekühlten Markt, der wieder Kaufpreisverhandlungen zulässt, ergeben sich aber immer noch (oder wieder) Chancen, ein geeignetes Objekt zu finden und zu finanzieren.

[Juli 2023]

Kurs: Grundwissen Energetische Sanierung

Am 17.06.2023 wurde der Video-Kurs „Grundwissen Energetische Sanierung“ bei der Sprengnetter Akademie absolviert. Die Teilnahmebescheinigung ist in den auf dieser Webseite genannten Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

Inhalte waren:

  1. Startklar für die Energiewende im Gebäudesektor
  2. Einstieg in die Energetische Sanierung
  3. Dämmen aber richtig
  4. Heizungstechnik – Welche ist die Richtige

Der Kurs hat Grundlagen vermittelt, die keine Beratung eines Energieberaters oder von Fachunternehmen ersetzen kann. Die Inhalte ergänzen jedoch gut das EDV-Tool der KfW, dass uns mittlerweile in der Beratung zur Verfügung steht, und das einen ersten Modernisierungsrahmen ermittelt. Es ermittelt neben möglichen Maßnahmen, mit welchen Kosten und welchen Fördermöglichkeiten und welchen Einsparpotentialen bei Modernisierungen gerechnet werden kann. Das gilt für Käufer genauso wie für Immobilienbesitzer.

Im September wird das Wissen vertieft, dann startet eine dreiteilige Schulungsreihe der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Die Inhalte hier:

  1. Bestandsanalyse – Was ist das Ziel?
  2. Energiestandards und Energieausweis – Was wird erwartet?
  3. Gebäudetechnik und Gebäudehülle – Grundlagen der Energieberatung – Was sind die Top-Maßnahmen?
  4. Welche Förderungen gibt es?
  5. Umsetzung – Wie sieht die Qualitätssicherung aus?

[Juli 2023]

KfW: „Wohneigentum für Familien“ – nur 31 Anträge im ersten Monat

Wie AssCompact berichtet, hat der Abgeordnete Jan-Marco Luczak, Sprecher für Bauen und Wohnen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, eine Anfrage gestellt, wie die neue Wohneigentumsförderung bislang angenommen wurde. Die Förderung ist am 01.06.2023 gestartet und soll Familien mit kleinen und mittleren Einkommen bei der Wohneigentumsbildung helfen.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat daraufhin mitgeteilt, dass zum Stichtag 30.06.2023 insgesamt 31 Anträge bewilligt wurden.

Von der KfW wurden 21 Anträge im Rahmen „Klimafreundliches Gebäude“ und 10 Anträge als „Klimafreundliches Gebäude QNG“, also mit erhöhten Anforderungen, bewilligt. So wurden dadurch Darlehen von EUR 4,9 Mio. herausgegeben. Die Darlehenshöhen (in Abhängigkeit der Kinderanzahl sowie der Energieeffizienz) lagen zwischen EUR 140.000 bis EUR 215.000.

Angesichts dieser Zahlen kritisiert Jan-Marco Luczak: „Wir haben von Anfang an davor gewarnt, dass das Programm strukturell falsch konzipiert ist. Denn nur die Familien erhalten eine Förderung, die allerhöchste energetische Standards erfüllen. Sowas zu bauen, kostet richtig viel Geld. Gleichzeitig dürfen Familien aber maximal EUR 60.000 zu versteuerndes Haushaltseinkommen haben.“ Nur wenige Familien könnten ein so teures Haus bauen und dafür eine Finanzierung bekommen, so Luczak weiter. 

[Juli 2023]