Die aktuellen Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zeigen ein leichtes Wachstum bei Immobiliendarlehen zum Jahresauftakt 2026.
Insgesamt vergaben die vdp-Mitgliedsinstitute im ersten Quartal 2026 Immobiliendarlehen in Höhe von 39,8 Mrd. Euro. Davon entfielen 25,2 Mrd. Euro auf Wohnimmobilien.
Besonders gefragt blieben Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit 11,9 Mrd. Euro machten sie 47,2% der Wohnimmobilienfinanzierungen aus und stellten damit erneut die wichtigste Kategorie dar. Es folgten Mehrfamilienhäuser mit 6,5 Mrd. Euro sowie Eigentumswohnungen mit 5,6 Mrd. Euro.
Nach Einschätzung von vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt könnte sich der Wachstumstrend im weiteren Jahresverlauf ändern, u.a. durch Folgen des Iran-Kriegs.
Zugleich ging Tolckmitt auf die aktuelle Diskussion um Risiken in der Immobilienfinanzierung ein. Die BaFin hatte sich zuvor auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank (WIFSta) besorgt über erhöhte Risikokennzahlen geäußert. Der vdp hält diese Einschätzung jedoch für nur eingeschränkt aussagekräftig: die sog. Loan-to-Value-Kennziffern (LTV) berücksichtigen ausschließlich die jeweilige Immobilie als Sicherheit und blenden zusätzliche Sicherheiten sowie die Gesamtbonität der Kreditnehmer aus. Nach Ansicht des Verbandes führt dies dazu, dass das tatsächliche Risiko teilweise überschätzt wird.
Nach Einschätzung des vdp liegen die höheren Kennzahlen zudem vor allem an gestiegenen Bau- und hohen Transaktionskosten. Diese Entwicklung sei nicht mit einer Lockerung der Kreditvergabestandards verbunden. Insgesamt sieht der Verband derzeit keine Hinweise auf eine gefährliche Überhitzung des Marktes oder eine riskante Kreditdynamik.
Die aktuellen Aussagen und Zahlen zeigen damit vor allem: das Interesse an den eigenen vier Wänden bleibt in Deutschland weiterhin stabil.
Quelle: Presseportal https://t1p.de/sjuxx
Mehr Infos s. vdp-Website https://t1p.de/jnr68
[Juni 2026]
